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Keine konkreten Nachnutzungspläne für das Krankenhaus Bethel – ins „Haus Reiche“ kommt ein Hospiz

Bethel: Weiterhin alles offen

Bückeburg. Für den Standort des Krankenhauses Bethel gibt es weiterhin keine konkreten Nachnutzungspläne. Bis auf dass ins „Haus Reiche“ ein Hospiz kommt und dass – neben dem gesamten Krankenhaus – auch das Medizinische Versorgungszentrum (MVS) an den neuen Standort des Gesamtklinikums in Obernkirchen-Vehlen ziehen wird. Das ist auf der Infoveranstaltung der Senioren-Union Bückeburg deutlich geworden, auf der der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Krankenhaus Bethel, Landesbischof i.R, Jürgen Johannesdotter, der Sprecher der Geschäftsführung der Krankenhausprojektgesellschaft, Dr. Achim Rogge, und Bückeburgs Baubereichsleiter, Jörg Klostermann, knapp 100 Interessierten Rede und Antwort standen.

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Wie Johannesdotter deutlich machte, könne der Standort nicht einfach der freien Nutzung zugeführt werden. „Eine Disco oder Ähnliches können wir uns nicht leisten.“ Angesichts des Stiftungsgedankens, der in der Stiftungsurkunde mit „Betrieb eines Krankenhauses und andere mildtätige Zwecke“ umrissen sei, brauche die Stiftung „ein paar Räume für einen guten Zweck“. Wie dieser gute Zweck aussehen könnte, etwa ein Pflegeheim oder ein wie in Stadthagen diskutiertes ärztliches Versorgungszentrum, dazu äußerte sich Johannesdotter nicht. Nur so viel: Angesichts des Zustands des Krankenhauses sei eine direkte Nachnutzung als Sonderklinik nicht denkbar. Da die Stiftung mit 30 Prozent Mitgesellschafter am neuen Klinikum ist, sei die Stiftung gefordert, ihren Beitrag für die Übergangsphase leisten zu müssen. Es kämen Herausforderungen auf die Stiftung zu, zu denen er sagen müsse, „dass wir etwas bereithalten und sehr vorsichtig sein“ müssten.

Er gehe zuversichtlich vom Bezugstermin für das neue Klinikum Ende 2016 aus, sagte Johannesdotter weiter. Dann komme der Tag der Nachnutzung. Und: Vieles hänge auch davon ab, was die Stadt ermögliche.

Immerhin handelt es sich um das Objekt mit seinen knapp 11 000 Quadratmetern Grundfläche und 8800 Quadratmetern Nutzfläche um ein „Kerngebiet“ der Stadt. Dazu kommen „eine ganze Reihe Immobilien drum herum dazu“ wie es Johannesdotter formulierte, allesamt im Besitz der Stiftung und einst für Erweiterungen oder Auslagerungen gekauft.

Was die Stadt ermöglichen wird, blieb auch bei den Ausführungen des Baubereichsleiters offen. Wie Jörg Klostermann sagte, habe sich die Stadt bisher abwartend verhalten. Wenn sich etwas abzeichne, „werden wir es wohlwollend begleiten“. Sollte etwas anderes gemacht werden, als im B-Plan 4 d „Krankenhaus“ festgelegt ist, so sei eine Änderung des B-Plans durch einen Ratsbeschluss notwendig. Er nannte als Stichworte für künftige Nachnutzungen „Jugendeinrichtung“ oder „Jugendherberge: „Man muss sehr offen sein.“ Auch Nachfragen vom Vorsitzenden der Senioren-Union, Friedel Pörtner, förderten nichts Konkreteres zutage. Klostermann: „Es ist aber nicht so, dass wir uns keine Gedanken machen.“ Er erinnerte daran, dass mit zwei Schulen bereits zwei große Komplexe leer stünden. Dass 2019 auch noch die Jägerkaserne frei wird, erwähnte er nicht.

Konkret wurde es beim Thema Hospiz im Haus Reiche. Wie Johannesdotter sagte, sei eine Absichtserklärung mit der AWO geschlossen worden, in dem derzeit als Privatklinik genutzten Gebäude ein Hospiz einzurichten. Große bauliche Veränderungen seien nicht nötig. „Das gehen wir an, das ist ein realer Punkt einer Nachnutzung.“ Wie Gisela Vogt als Leiterin der ambulanten Hospizgruppe und in Vertretung des Hospiz-Fördervereins „Via“ sagte, seien die Hospiz- und Gesundheitseinrichtungen der „AWO Gesundheitsdienste Betreuung gGmbH Bad Münder“ nicht von der Planinsolvenz der AWO Gesundheitsdienste gGmbH Hannover betroffen. Via sei schriftlich versichert worden, dass weiter an dem Projekt stationäres Hospiz für Bückeburg gearbeitet wird.



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