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" Masterplan": Der Heimatverein entwickelt sechs Projektvorschläge, die Bad Eilsen voranbringen sollen

Besucherstollen, Museum und Flaniermeile

Bad Eilsen (tw). In der Bad Eilser "Denkfabrik" werden in Kürze die Schornsteine sprich Köpfe rauchen: Unter Regie des "Europäischen Tourismus Instituts" (ETI) werden zehn ausgesuchte Bürger den Masterplan entwickeln - und damit aufzeigen, wie sich der Kurort bis zum Jahre 2013 entwickeln soll. Als einer der zehn ist auch der Chef des Heimat- und Kulturvereins (HKV) Eilsen dabei. Gemeinsam mit seinem Team hat Friedrich Winkelhake etwa ein Dutzend Ideen skizziert; sechs davon sind konkrete Projektvorschläge.

Ganz wichtig ist dem Heimatverein dabei, dass sich der Masterplan am Ende nicht darauf beschränkt, allein die Scharten auszuwetzen, die das ETI bei seiner vergleichenden Kurortanalyse im Image von Bad Eilsen ausgemacht hat. Dem HKV schwebt deutlich mehr vor ... Die Projektvorschläge im Einzelnen: Besucherstollen Im Harrl bei Ahnsen gibt es noch Stollen, die einst zum Abbau von Steinkohle genutzt wurden. Im Zweiten Weltkrieg wurden diese Stollen von den Focke-Wulf-Werken zweckentfremdet, die dort an der (Weiter-)Entwicklung des FW-190-Jägers tüftelten. Der Heimatverein möchte einen dieser Stollen zum Besucherstollen ausbauen - und dort eine Ausstellung zur Zeitgeschichte präsentieren. Museum in der Remise Im Obergeschoss der Remise in Nachbarschaft zur Bahnhofstraße soll ein "Museum des 20. Jahrhunderts" entstehen. Nach Dafürhalten des HKV müsste sich an besagtes Museum ein "Markt für Antiquarisches" anschließen; er soll mit An- und Verkäufen den Interessen der großen Klientel der Flohmarktbesucher Rechnung tragen. Historischer Rundgang Der HKV möchte einen "Historischen Rundgang" durch Bad Eilsen initiieren. Dafür sollen Schautafeln aufgestellt werden, die durch einen "Roten Faden" miteinander verbunden sind. Eine Infobroschüre samt Karte soll Rundgängern vertiefende Informationen zur Geschichte der auf den Tafeln gezeigten Gebäude anbieten. Zentrum für Geriatrie Das leerstehende Badehotel der Deutschen Rentenversicherung,über das der HKV allerdings nicht verfügen kann, ist für den Verein die ideale Immobilie, um daraus das "Bundesdeutsches Zentrum für Geriatrie" (Altersheilkunde) schlechthin zu machen. Das Konzept für ein solches Zentrum soll alle Angebote umfassen, die den Senioren das Leben so angenehm wie möglich machen. Flaniermeile Bad Eilsen, betont der HKV, hat bislang keinen Ortsmittelpunkt. Das soll sichändern, denn: Kurgäste wie Touristen erwarteten eine "Flaniermeile", bestückt mit kleinen Geschäften unterschiedlicher Art. Nach Ansicht des Vereins bietet sich dafür die Bahnhofstraße an. Ein Planungswettbewerb soll entsprechende Ideen liefern, die anschließend in einen Bebauungsplan münden sollen. Kulturzentrum Mit neuen Ideen für die Nutzung von Theater-/Kinosaal, Kur-/Konzertsaal sowie Konzertgarten und Freilufttheater möchte der Heimatverein Bad Eilsen vor allem für Laien- und Nachwuchskünstler zu dem Kulturzentrum der Region schlechthin machen. Erste Ansätze zur Verwirklichung des Ansinnens gibt es bereits mit dem Pilotprojekt "Eilser Musikmesse". Übrigens: Damit die im Masterplan auf dem Papier beschlossenen Projekte in der Realität auch tatsächlich umgesetzt werden, ist es dem HKV wichtig, dass eigens dafür ein Extra-Arbeitsplatz geschaffen wird. Unsere Zeitung wird jeden der oben genannten Projektvorschläge des Heimatvereins in den nächsten Ausgeben in loser Folge im Einzelnen vorstellen.




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