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Besuch aus Polen schaut bei der Jugendfeuerwehr ab

BAD MÜNDER. Im Mai waren die Münderaner zu Gast – jetzt kamen die polnischen Kameraden nach Bad Münder: Eine Abordnung aus Sobocisko war bei der 120-Jahr-Feier der Feuerwehr zu Gast – um die neue Kameradschaft zu pflegen und von den münderschen Kollegen ein bisschen abzugucken.

Deutsche Auszeichnung für polnischen Kameraden: Thomas Kurbgeweit (links) überreicht die Urkunde an Lukasz Ostropolski.
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Die Feuerwehr in der polnischen Kleinstadt will – ähnlich wie im Landkreis Hameln-Pyrmont – eine Jugendfeuerwehr aufbauen. „Eine Vernetzung, wie wir sie in Bad Münder und Umgebung haben, gibt es dort noch nicht – nichtmal im Ansatz“, erklärt Feuerwehrjugendwart Stefan Bosse. Vergleichbare Strukturen in der polnischen Provinz aufzubauen, das hat sich nun offensichtlich der Ortsbrandmeister Lukasz Ostropolski dort zur Aufgabe gemacht. „Der ist dort federführend“, weiß Bosse, der im Mai mit einigen Kameraden beim Stadtfeuerwehrfest dort teilgenommen hat (wir berichteten). Für das besondere Engagement zeichnete der Kreisjugendwart Thomas Kurbgeweit den polnischen Kameraden Ostropolski mit dem Ehrenzeichen der Feuerwehr für besondere Verdienste aus.

Ein gehöriges Stück Arbeit steht den polnischen Kameraden offenbar noch bevor – zu Beginn haben sie sich erstmal reichlich Unterlagen und Verordnungen besorgt – und ins Polnische übersetzen lassen. Unterstützung gab es dabei außerdem von Patryk Flak, Stellvertreter von Bosse und gleichzeitig der Initiator der neuen Verbindung. Flak wurde in Sobocisko geboren, fungierte auch in Bad Münder als Dolmetscher der sieben Gäste.

Übernachtet haben die Feuerwehrkameraden rund um Ortsbrandmeister Ostropolski im Gerätehaus – auf den Liegen der Feuerwehr Bad Münder, gekocht wurde ein polnischer Eintopf. Außerdem wurde bei dem bayerischen Abend am Sonnabend „bis in die Puppen gefeiert“, wie Bosse schmunzelnd erklärte. Am nächsten Morgen begann dann früh bereits die Rückreise – über 700 Kilometer, rund zwölf Stunden Fahrt hatten die Kameraden da noch vor sich. „Ein Höllenritt“, meint Bosse.

Von Sobocisko nach Bad Münder und zurück – aus den ersten gegenseitigen Besuchen könnte eine dauerhafte Freundschaft werden. Zumindest steht der nächste Besuch schon im Kalender. „2019 fahren wir mit ins Zeltlager“, verkündet Bosse. Dann allerdings in voller Mannschaftsstärke der Jugendfeuerwehr. „Die haben sich damals super um uns gekümmert.“



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