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Besteht an der Matschanlage eine Gefahr für Kinder?

RODENBERG. Noch ist der alte Rat der Stadt Rodenberg mit dem politischen Tagesgeschäft der Kommune betraut. Und auf der Zielgeraden ist es dort noch einmal zu einer Auseinandersetzung gekommen. Die Wählergruppe Rodenberger Interessen fordert unter anderem eine bessere Absicherung an der Matschanlage am Burgwallpark.

Autor:

Guido Scholl

Einig sind sich in der Politik eigentlich alle, dass der Spielplatz am Burgwall ausgesprochen gelungen ist und sich als Besuchermagnet erweist. Ratsfrau Patricia Reinecke (WRI) hält den Bereich an der Matschanlage aber für zu gefährlich. Leicht könnten dort kleine Kinder, die noch nicht schwimmen können, in die Aue fallen. Eltern solle der Alltag erleichtert werden, indem eine bauliche Absicherung am Ufer installiert wird.

Dieses Anliegen hatte sie auch an Bürgermeister Ralf Sassmann weitergeleitet, da dieser einen Umlaufbeschluss des Rates zwecks Verlängerung einer Rowoki-Aktion vorbereitete. Dabei ging es darum, dass Kinder noch bis zum 19. September mit ihren Freibad-Bons kostenlos schwimmen gehen können. Dies wurde auch so beschlossen. Reineckes Antrag hingegen fehlte bei dem schriftlichen Abstimmungsverfahren.

Sassmann handelte nach eigenen Angaben allerdings ganz bewusst so. Umlaufbeschlüsse können anstelle von Ratssitzungen dazu dienen, dringende Anliegen auf den Weg zu bringen. Ein echter Ersatz sind sie in den Augen des Bürgermeisters aber nicht. Daher können eigentlich nur Themen behandelt werden, bei denen es keinen Beratungsbedarf mehr gibt. So wie bei der Rowoki. Dazu hatte es bereits ein grundsätzliches Einverständnis in der Politik gegeben, weshalb die Verlängerung per Umlaufbeschluss unproblematisch gewesen sei. Und zwar zeitnah, weil es anders keinen Sinn ergab.

Bei der Matschanlage sieht das anders aus. Sassmann selbst findet, dass Eltern dort durchaus so genau auf ihre Kinder aufpassen können, dass diese auch ohne Zaun oder Ähnliches gefahrlos spielen können. Ein einheitliches Meinungsbild sei ihm nicht bekannt. Erst wenn dies der Fall sei, könne die Verwaltung beauftragt werden, die Umsetzung zu planen. Dazu seien aber ein Ortstermin des zuständigen Fachausschusses und das Einholen von Angeboten nötig. Hohe Dringlichkeit sieht Sassmann – anders als die WRI – nicht. Wäre die Absicherung ein Muss, wäre die Anlage vom Prüfer nicht freigegeben worden. Daher kann die Politik frei entscheiden.

Die WRI hatte außerdem beantragt, im Burgwallpark zwei Bänke neben ebenfalls noch recht neuen Spielgeräten zu platzieren. Sassmann will auch dazu die Diskussion im Fachausschuss abwarten. Denn in der Politik gibt es Stimmen, die sich gegen weitere Bänke richten. Diese würden nachts sonst von Jugendlichen bei Trinkgelagen missbraucht.




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