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Morgen ist die erste Ausbildungsmesse: Firmen der Region stellen sich den Schülern vor

Berufs-Chancen - nicht nur für Realschüler

Obernkirchen (rnk). Fast 30 Firmen und Institutionen einschließlich der berufsbildenden Schulen und Kammern werden sich morgen ab 1 1.30 Uhr bei der ersten Ausbildungsmesse im Schulzentrum vorstellen. Was erwartet die Schüler und die Besucher?

Drei Auszubildende zum Sozialversicherungsfachangestellten stellt die BKK 24 in jedem Jahr ein, erklärt Dennis Busche als Servicecenterleiter: "Und da haben Realschüler gute Chancen." Daher wird Busche für die BKK morgen bei der Ausbildungsmesse im Schulzentrum mit einem eigenen Stand vertreten sein und eine Auszubildende mitbringen, die den Schülern aus erster Hand erzählt, was in diesem Berufsbild auf sie zukommt. Realschüler haben übrigens aus rein praktischen Überlegungen schon gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz bei der BKK: Gymnasiasten würden oft die dreijährige Ausbildung absolvieren und dann studieren gehen, sagt Busche, Realschüler würden länger bleiben. Und: "Auch Hauptschüler haben eine Chance auf eine Ausbildung, aber sie müssen schon sehr gut sein." Und: Noten allein sind nicht ausschlaggebend, auch der persönliche Eindruck im Bewerbungsgespräch ist wichtig. Das sieht auch Joachim Gotthardt so. Der Leiter der Sparkasse am Marktplatz wird zwei Auszubildende mitbringen, aus dem ersten und zweiten Lehrjahr: Die hätten sicherlich den besseren Zugang zu den Schülern. Informiert wird über den gesamten Ausbildungsgang: Welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, welche Anforderungen erfüllt und welche Weiterbildungschancen es gibt. Hauptschüler stellt die Sparkasse nicht ein, aber Realschüler und Gymnasiasten werden "gleichermaßen gesehen", formulierte es Gotthardt. Auf einen ganz anderen Aspekt wird Astrid Semler hinweisen: Immer mehr Betriebe, die zurÜbernahme anstehen, finden keine Nachfolger. Und warum soll ein Schüler nicht schon heute darüber nachdenken, ob er sich nicht vielleicht einmal selbstständig macht. Steffen Scholz von der gleichnamigen Elektrotechnik-Firma hat gegen Hauptschüler als Auszubildende überhaupt keinen Einwand, stellt aber zwei Bedingungen: In Mathematik müssen sie sehr gut sein, da es sonst auf der Berufsschule zu großen Problemen kommt, außerdem sollte in Deutsch keine "Fünf" im Zeugnis stehen: Schließlich haben die Azubis direkten Kundenkontakt, sollten sich also ausdrücken können, zudem müssen Protokolle und Stundenzettel geschrieben werden, auf die der Kunde zuweilen auch einen Blick werfen möchte - und dann sollten Protokoll und Arbeitsnachweis auch vorzeigbar sein. Der angehende Elektrotechnikmeister Scholz wird auf der Messe an seinem Stehtisch erzählen, wie die tagtägliche Arbeit in als Elektriker aussieht. Die Ausbildungsmesse beginnt morgen um 11.30 Uhr und dauert bis 15 Uhr. Informieren können sich natürlich nicht nur die Schüler des Schulzentrums; jeder, der sich über einen Ausbildungsberuf informieren möchte, ist willkommen. Für die breite Öffentlichkeit, also etwa die Eltern, ist die Messe dann ab 13 Uhr geöffnet.




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