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Flagge an St. Annen / Banner als Warnung und Solidaritätsadresse

Belegschaft bekennt sich zu Tibet

Stadthagen (jl). Als Reaktion auf die Unruhen in Tibet zeigt die Belegschaft der Firma 3B-Dental an der Straße St. Annen buchstäblich Flagge für das seit Jahrzehnten von China kontrollierte Land. Das tibetische Nationalbanner flattert am Mast vor dem Firmengebäude.

Das Team von 3B Dental steht zu seiner Tibet-Flagge. Foto: rg

Die Initiative für dieses öffentliche Bekenntnis kommt vom 3B-Seniorchef Heinz Brauer. Die Belegschaft stehe aber voll dahinter, betonte Brauer auf Anfrage. Deshalb ließen sich die Mitarbeiter auch nicht zweimal bitten, als es um ein Gemeinschaftsfoto mit dem zumindest für Stadthagen ungewöhnlichen Stoffrechteck ging. Die Fahne hat Brauer nach eigenem Bekunden gehisst, weil "Tibet ein Land ist, was durch die chinesische Besetzung sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Dieses Land hat es nicht verdient, so behandelt zu werden", ergänzte Brauer mit Verweis auf die jüngste staatliche Gewaltwelle gegen den tibetischen Widerstand. Gehisst hat Brauer auch, weil er offenkundig Sympathie für die Person und für so manchen Gedanken des Dalai Lama, den geistigen Führer des unterdrückten Landes hat, wie er im Gespräch mit dieser Zeitung anklingen ließ. Mit dem Flaggezeigen möchte Heinz Brauer aber auch einen Beitrag dazu leisten, dass die Olympischen Spiele 2008 in Peking nicht eine Art Nachfolgeveranstaltung der Spiele von 1936 in Berlin werden. "Das Deutsche Reich hat sich damals doch nur als scheinbar friedliebend aufgespielt", meint Brauer und hofft, dass den Chinesen -unter anderem mit Blick auf Tibet -nicht eine ähnliche Show gelingt. "Sowas wie in Deutschland darf sich in China nicht wiederholen", sagte Brauer. Er setzt darauf, dass die Flagge vor dem Dentallabor "Diskussionen anregen und Nachahmer" finden wird.



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