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60 000 EuroÜberschuss aus der Kindergartenpauschale des Landes sollen anders verwendet werden

Beitragsfreiheit scheitert an Personalengpass

Bückeburg (rc). Wegen eines Personalengpasses in der Stadtverwaltung ist die Einführung eines zweiten beitragsfreien Kindergartenjahres in den Bückeburger Einrichtungen verschoben worden. "Bis zum 1. August nicht mehr zu schaffen", musste die Verwaltung im Ausschuss für Jugend und Familie eingestehen. Nun ist die Politik auf der Suche, wo sie 50- bis 60 000 Euro für kinder- und familienfreundliche Projekte ausgeben kann.

Zum Hintergrund: Per Gesetz hat die Landesregierung das dritte Kindergartenjahr beitragsfrei gestellt und ersetzt allen niedersächsischen Kommunen die Gebühren nach einer Pauschale, die sich am landesweiten Durchschnitt der Kindergartengebühren orientiert. Da Bückeburg mit seinen Gebühren weit unter diesem Durchschnitt liegt, erhält die Stadt durch die Pauschalierung mehr, als sie eigentlich ausgibt. Auf 50- bis 60 000 Euro wurde derÜberschuss im Ausschuss beziffert. Ursprünglich hatte der Ausschuss in einer Sitzung im vergangenen November beschlossen, dass dieses Geld genutzt werden soll, um ein weiteres Kindergartenjahr gebührenfrei zu stellen - wenn denn die Summe reicht. Diese Vorarbeiten konnten von der Verwaltung aber nicht geleistet werden, wie Karl-Heinz Krause, der stellvertretende Leiter des zuständigen Fachbereichs, sagte. "Wegen personeller Probleme im Amt sind wir noch keinen Schritt weiter gekommen." Der Ausschuss machte sich daher Gedanken, wie die 60 000 Euro sinnvoll ausgegeben werden können. Vorschläge: Der weitere Ausbau der Übermittagspflege, sie kostet 10 000 Euro. Außerdem wurden angeregt: Weitere Jugendspielplätze, Wickelplätze oder aber die Förderung der Tagespflege - dort kostet eine Stunde Kinderbetreuung zwischen drei bis fünf Euro, während Kindertagesstätten mit einem Euro pro Stunde auskommen. Nun sollen die Fraktionen abschließend beraten und Vorschläge machen, hat der Ausschuss beschlossen.



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