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Doktorsee während der Ostertage gut ausgelastet / Häuser und Appartements für neue Zielgruppe

Beim Sommerfest: "Limiter" stoppen Lärm

Rinteln (wm). Ostern ist für den Doktorsee auch der Saisonstart: Der Campingplatz, freute sich Doktorsee-Geschäftsführer Uwe Deppe, sei über die Feiertage zu gut 80 Prozent ausgelastet gewesen. Von den rund 1000 Dauercampingplätzen seien derzeit 920 belegt - Deppe rechnet mit weiteren Anmeldungen. Angekündigt hätten sich für den Sommer bereits mehrere große Gruppen, so Feuerwehren mit bis zu 250 Personen, Sport- und Fußballvereine.

Das Team am Doktorsee war während der Wintermonate nicht untätig. So sind zwei Toilettenhäuser saniert und zehn Plätze mit Rasengittersteinen neu befestigt worden. Als "Pilotprojekt" ist das erste freistehende Ferienhaus (für vier Personen) am Doktorsee gebaut worden - die ersten Gäste haben schon eine Woche hier verbracht - weitere Buchungen liegen vor. Das gilt auch für die inzwischen sieben Appartements mit Platz für zwei bis sechs Personen, die zum Teil neu möbliert worden sind. Wohnen in Ferienhäusern und Appartements löse Camping nicht ab, schilderte Deppe, sondern spreche eine andere Gruppe an: "All' die, die sonst immer ins Ausland geflogen sind und das aus welchen Gründen auch immer nicht mehr tun". Camping sei eine andere Sache, in einen Camper-Urlaub, scherzte Deppe "muss man hineingeboren werden, das muss man von Kind an erleben". Gecampt werde am Doktorsee generationsübergreifend: Nach den Eltern übernähmen die Kinder den Wohnwagen oder kämen mit einem eigenen. Die Doktorsee GmbH hat auch in die Sicherheit investiert: So hätten alle Mitarbeiter inzwischen einen Erste-Hilfe-Lehrgang absolviert, erläuterte Deppe, und seien an einem Defibrillator ausgebildet worden - ein Gerät, das man bei Herzstillstand einsetzt, beispielsweise nach einem Badeunfall, um den Verunglückten wieder ins Leben zurückzuholen. Ein entsprechendes Gerät (mit eingebautem EKG) ist ebenfalls ab sofort am Doktorsee verfügbar und normalerweise in der DLRG-Wachstation deponiert. Defibrillatoren werden auch auf Intensivstationen, in Notfallaufnahmen sowie in Fahrzeugen des Rettungsdienstes und in Arztpraxen bereitgehalten. Das nächste Sommerfest im Juli, verspricht Deppe, soll konfliktfrei verlaufen - zumindest was die mögliche Lärmbelästigung der Anwohner betrifft. Auch dafür hat Deppe in Technik investiert. So will er "Limiter" in Lautsprecheranlagen einbauen lassen. So ein Begrenzer regelt den Ausgangspegel auf einen bestimmten Wert herunter: "Da kann der Mann am Mischpult an den Reglern drehen, wie er will, das wird nicht lauter als erlaubt." Außerdem würden Doktorsee-Mitarbeiter mit eigens dafür angeschafften Messgeräten während des Sommerfestes den Schallpegel an ganz bestimmten, vorher mit dem Ordnungsamt der Stadt festgelegten Punkten messen und notfalls einschreiten, sollte es zu laut werden.

Doktorseegeschäftsführer Uwe Deppe zeigt ein Schallmessgerät, das beim nächsten Sommerfest "Doktorsee in Flammen" im Juli eingesetzt werden soll, um die Lärmemission in Grenzen zu halten. Fotos: tol



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