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Arbeitsunfall im Privatwald Schwöbber / Krone trifft Mann am Kopf / 29-jähriges Opfer sofort tot

Beim Baumfällen: Lärche erschlägt Förster

Schwöbber (ube). Der Leiter der Bezirksförsterei Hameln-Süd ist am Sonnabendvormittag bei einem Arbeitsunfall im Privatwald Schwöbber auf dem Lüningsberg ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich während Baumfällarbeiten mit einer großen Holzerntemaschine. Der Angestellte der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wurde von derKrone einer zirka 35 Meter hohen Lärche erschlagen. Für den Bezirksförster kam jede Hilfe zu spät. Er muss sofort tot gewesen sein. Der junge Mann wohnte in Grupenhagen - im Mai wäre er 30 Jahre alt geworden.

Spurensicherung am Unglücksort: Die Kommissare Heiko Siegmund un

Der Fahrer der Holzerntemaschine - ein 50-jähriger Mann aus Baden-Württemberg - erlitt einen schweren Schock. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr Aerzen schnitt mit einer Kettensäge Äste von dem gefällten Nadelbaum ab und barg den darunter liegenden Leichnam. Der Fahrer des Notarztes forderte bei der Feuerwehr einen Seelsorger an. Ein Team der Tatort-Gruppe der Polizeiinspektion Hameln und ein Experte des Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim untersuchen den Fall. Die Ermittler konnten den Arbeiter noch nicht zum Unfallhergang befragen - "aus gesundheitlichen Gründen". Der Förster der Landwirtschaftskammer Niedersachsen betreute im Auftrag heimischer Forstbesitzer mehrere Privatwälder. Derzeit wird überall im Weserbergland mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden gearbeitet, die Orkan "Kyrill" verursacht hat - so auch im Privatwald Schwöbber, wo derzeit ein baden-württembergisches Lohnunternehmen tätig ist. Der 29-Jährige hatte sich kurz vor dem Unfall von einem Waldarbeiter mit den Worten "Ich gucke jetzt mal, was der Harvester macht" verabschiedet. Ein Harvester ist eine Holzvollerntemaschine. Mit seinem Geländewagen fuhr der Förster den Kammweg des Lüningsberges entlang. Auf der Höhe von Grupenhagen stieg er aus seinem Dienstwagen aus und ging durchs Dickicht in Richtung Großmaschine, mit der zu diesem Zeitpunkt auf einer Windbruchfläche eine Lärche gefällt wurde. Der Baum kippte um, die Krone traf den Kopf des Bezirksförsters. Die Hamelner Polizei weiß noch nicht, ob der Harvester-Fahrer den Förster in allerletzter Sekunde gesehen hat. Fest steht: Fällt der von einer Zange gehaltene Baum erst einmal um, kann dieser Vorgang nicht mehr von Menschenhand beeinflusst werden. Unklar ist ebenfalls, ob eine Windböe den Fall des Nadelbaums beeinflusst hat.



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