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Investor Werner Muntau schreibt einen Brief an Bürgermeister Buchholz

"Beide Projekte werden langfristig erfolgreich am Markt bestehen können"

Rinteln (wm). In die aktuelle politische Diskussionüber die Frage, ob das geplante neue Einkaufszentrum an der Bahnhofstraße in unverträglicher Konkurrenz zu dem geplanten Kloster-Karree steht oder nicht, hat sich jetzt der Investor der Kloster-Karrees, Werner Muntau aus Gütersloh, eingeschaltet und einen Brief an Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz geschrieben, der gestern im Rathaus eingetroffen ist.

Werner Muntau

In dem Schreiben Muntaus heißt es unter anderem, er habe mit einiger Verwunderung die Presseberichte über das geplante Einkaufszentrum an der Bahnhofstraße und "dessen vermeintliche Auswirkungen auf das Kloster-Karree" gelesen. Er sehe hier nämlich genau so wenig eine Konfliktsituation wie CIMA-Gutachter Sascha Anders. Von beiden Projekten seien positive Auswirkungen auf den Einzelhandelsstandort Rinteln zu erwarten. Muntau: "Die Vorschläge der Gutachter hinsichtlich der Verkaufsflächenbeschränkungen im Sondergebiet Bahnhofstraße bieten auch aus meiner Sicht die Gewähr dafür, dass beide Projekte auch langfristig erfolgreich am Markt bestehen können." Das gelte insbesondere auch für das Lebensmittelsortiment an der Bahnhofstraße. Die Stadt sei nun einmal in Nord und Süd geteilt, dem entsprächen auch die Einkaufsströme - eine Feststellung, die bereits auch Sascha Anders getroffen hatte. Er hoffe, betont Muntau in dem Schreiben, dass er damit "zur Versachlichung der aktuellen Diskussion" beitragen kann. Darüber hinaus wäre "eine gewisse Beruhigung der Situation auch für meine Arbeit am Projekt Kloster-Karree durchaus von Vorteil". Bürgermeister Buchholz erläuterte am Freitagnachmittag im Gespräch mit unserer Zeitung, demnächst würden für das Kloster-Karree erste Skizzen vorgelegt. Zurzeit gelte es vor allem, noch die Frage der Anlieferung zu klären. Buchholz hält die Diskussion um den Standort Bahnhofstraße auch unter dem Gesichtspunkt der "Verlässlichkeit" einer Kommune für problematisch. Auch vor dem Hintergrund, dass der dortige Investor mehrmals seine Pläne auf speziellen Wunsch der städtischen Gremien geändert habe. So sei auf Wunsch von Ratsgremien wie der Verwaltung der Kreisel bei Lidl und der Volksbank vom Planer vergrößert und nachträglich eine neue mögliche Straßentangente berücksichtigt worden. Durch das geplante Einkaufszentrum werde der gesamte Bereich attraktiver, und der alte Bauhof verschwinde. Alles Aspekte, so Buchholz, die der Stadt Vorteile bringen, die sonst so nicht eingetreten wären.

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