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Bei Wein und Anekdoten: Alexander Oetker stellt Krimi vor

EGESTORF. Ein ausgeklügelter Mord beim kuriosesten Marathon der Welt, ein Bestsellerautor und exzellente Weine – für viele Gäste war dies Motivation genug, um einen Abend im Schaafstall zu verbringen. 2017 erschien Alexander Oetkers Debutroman „Retour“, der den Auftakt zur Krimireihe um Commissaire Verlain bildet.

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Autor:

Patricia Szabo

In seinem neuen Roman „Chateaux Mort“ entführt der Autor seine Leser nach Aquitanien, eine der schönsten Regionen Frankreichs.

Während der Lesung entpuppte sich der Autor als exzellenter und unterhaltsamer Geschichtenerzähler, der nicht nur eine spannende Geschichte über die französischen Nachbarn aufs Papier brachte, sondern seine Anekdoten stets mit französischen Wörtern und Akzent würzte.

„Geht man in den Krimiromanen zu weit? Bieten sie Vorlagen?“, fragte er während der Lesung das Publikum. Während andere Autoren in der Pathologie recherchieren, recherchiere er über Wein, verriet der Autor.

Hören, sehen, schmecken – Alexander Oetker sprach viele Sinne der Besucher an. Fotos: Szabo

Mit seinen „Wohlfühlkrimis“, wie Oetker sie selbst nennt, möchte er eine Gegenbewegung schaffen und seinen Lesern nicht nur einen spannenden Kriminalfall um einen sympathischen Kommissar bieten, „der so anders ist als deutsche Ermittler“, sondern auch das „Savoir Vivre“ (wissen, wie man lebt) näher bringen. Denn zur Lesung gab es nicht nur ausgewählte Weine aus der Gascogne, sondern auch jede Menge Anekdoten über Begegnungen mit den charmanten Bewohnern des Landes.

Veranstalterin und Buchhändlerin Dudo Wanderer brachte Oetkers neuen Roman auf den Punkt: „Lagerfeuer am Strand, Aufwachen neben einer hübschen Frau, Frühstück mit fangfrischen Austern, dazu der Genuss großartiger Weine“ – dies seien die Zutaten, die das zweite Buch der Reihe in den Mittelpunkt stellt.

Wie in etwa beim Marathon de Medoc, einem der Schauplätze des Romans, wo beim Laufen in originellen Kostümen Wein verkostet wird. „Natürlich gibt es auch einige wenige Läufer, bei denen der sportliche Wettkampf im Vordergrund steht“, erzählte der Autor. Dies sei jedoch eher die Ausnahme als die Regel, denn entlang der Marathonstrecke seien 20 „Erfrischungsstationen“ aufgebaut. „Dass die Bestzeiten nicht drin sind, dürfte jedem klar sein, aber die Leute sind gut gelaunt“ – dort ließ sich Oetker inspirieren und hier – so viel sei an dieser Stelle verraten – passiert auch der erste Mord.

Alexander Oetker ist fundierter Kenner der französischen Politik und Gesellschaft. Er arbeitete vier Jahre lang für die Fernsehsender RTL und ntv in Paris als Frankreich-Korrespondent. Viele Eindrücke, die er während seiner vielen Reisen und Arbeit sammelte, fließen in das Buch ein. Der Autor lebt mit seiner Familie in Berlin. Der dritte Band der Reihe ist gerade im Entstehen.



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