weather-image
14°
Für Abwasserbeseitigung muss ein Darlehen von 840 000 Euro aufgenommen werden

Bei steigenden Wasserpreisen "wird es eng"

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Der Werksausschuss des Samtgemeinderates hat die Jahresabschlüsse 2006 behandelt. Außerdem sind die Wirtschaftspläne für 2008 einstimmig angenommen worden. Trotz steigender Kosten und Darlehnsaufnahme rechnet die Verwaltung für die kommenden Jahre mit einer Gebührenstabilität.

Die umfangreichen Kanalsanierungen in Messenkamp, Altenhagen, Lauenau und Rodenberg schlagen 2008 mit rund 850 000 Euro zu Buche. Wegen hoher Investitionen muss der Eigenbetrieb Abwasser ein Darlehen von 840 000 Euro aufnehmen. Der technische Werksleiter, Björn Ladage, rechnet für die kommenden Jahre mit steigenden Preisen bei der Kanalsanierung. Diese Entwicklung sei an den letzten Ausschreibungen zu erkennen. Rainer Langhals, kaufmännischer Leiter, geht aber weiterhin von einer Stabilität bei den Abwassergebühren aus. Bei der Wasserversorgung rechnet die Verwaltung dann mit Stabilität, wenn der Verbrauch gleich bleibt und die Wasserbezugskosten nicht steigen. "Wenn der Verbrauch rückläufig ist und der Wasserverband die Preise erhöht, wird es eng", so Langhals. Beim Verbrauch für 2008 wurden die Zahlen von 2006 unterlegt, da für das laufende Jahr noch keine Zahlen vorliegen. Eine Entwicklung ist jedoch bereits absehbar. Die Anträge auf Befreiung der Abwassergebühr steigen. "Wir hatten in diesem Jahr schon 80 Anträge", sagt Langhals. Abnehmer, die Wasser verbrauchen,das nicht in die Kanalisation abgeführt wird, beispielsweise zur Bewässerung des Gartens, können diesen Verbrauch durch eine gesonderte Wasseruhr nachweisen. Die Kubikmeter werden dem Verbraucher dann nicht bei den Abwasserkosten in Rechnung gestellt. Ratsherr Wilhelm Hartmann (SPD) macht sich Sorgen, um die Finanzentwicklung. Diese sei "immer positiver dargestellt" worden als sie nun tatsächlich sei, meinte er. Er riet dazu, bei Sanierungskosten vorsichtiger zu kalkulieren. An der Notwendigkeit der Erneuerung herrschte im Ausschuss aber kein Zweifel. "Die Maßnahmen müssen durchgeführt werden", sagte SPD-Fraktionssprecher Peter Friedrichkeit zu den Kanalarbeiten, die parallel zu den Straßenerneuerungen unternommen werden. Der Auschuss stimmte einstimmig für die Darlehensaufnahme. Positive Zahlen gibt es durch die Modernisierung der Klärschlammentwässerung. Der Dekanter, der die alte Siebbandpresse ersetzt, spart wie angenommen etliche Kosten. Außerdem rechnet die Samtgemeinde mit einem starken Absinken der die Energiekosten für das Klärwerk. Durch den Wechsel des Energieliefranten werden rund 30 000 Euro eingespart.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare