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Infoverstaltung im Dorfgemeinschaftshaus / Buchholz: Kooperationsvertrag ja - Kostenbeteiligung nein / Absichtserklärungen bei Skoruppa

Bei genug Neukunden: Bessere DSL-Versorgung für Deckbergen 2009

Deckbergen (who). Das Interesse an höheren Internet-Übertragungsraten ist groß. Das hat die enorme Interessentenzahl im Dorfgemeinschaftshaus Schaumburg beim Infoabend zum Thema DSL-Versorgung gezeigt. Das Ergebnis unter dem Strich: Wenn die Telekom innerhalb kurzer Zeit genügend Neukunden findet, könnte die Übertragungskapazität im Netz im kommenden Jahr deutlich gesteigert werden.

Die Internet-Nutzer in dörflichen Gebieten können aufgrund weiter Entfernungen zu den Knotenpunkten der Übertragungsleitungen nur mit mäßigen Geschwindigkeiten senden. So hatte Friedhelm Skoruppa die Initiative ergriffen und Unterschriften für eine Steigerung der DSL-Verfügbarkeit durch die Telekom gesammelt. "Die Umsetzung wäre relativ problemlos möglich", erklärte Jürgen Schneider-Akkurt, zuständig bei der Telekom für den Netzausbau Nord. Denn an der Südseite der Bundesstraße ist ein Hauptleitungsstrang verlegt, aus dem sich sowohl ein Abzweig für Deckbergen als auch für Schaumburg schaffen lassen. Dafür muss die Bundesstraße lediglich an zwei Stellen unterquert werden. Insgesamt werde die Telekom alle ökonomischen Optionen nutzen, um den Ausbau so schnell und kostengünstig wie möglich voranzutreiben, erklärte Schneider-Akkurt. Wo Verbindungen möglich sind, werden Leitungen anderer Netzbetreiber angezapft oder in Zusammenhang mit Tiefbauarbeiten werden die neuen DSL-Leitungen gleich mit eingebracht bzw. Leerrohre verlegt für künftige Installationen. Grundlage für den Ausbau sei jeweils ein Kooperationsvertrag zwischen Telekom und zuständiger Kommune, so Schneider-Akkurt. "Die Stadt Rinteln ist bereit, einen Kooperationsvertrag abzuschließen, um die DSL-Versorgung der Ortsteile zu verbessern", erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Eine Kostenbeteiligung der Stadt sei aber ausgeschlossen, allein schon im Zusammenhang mit der Gleichbehandlung aller Ortsteile. Buchholz: "Ich werde auch keine Zusage geben auf Wirtschaftsförderung für die Telekom durch die Stadt Rinteln." Seine Empfehlung an die DSL-Interessenten: Genügend Verträge abschließen, damit sich das Unternehmen für die Telekom rechnet und sie den Ausbau beginnt. Schneider-Akkurt weiter: Als wirtschaftliche Basis für den Ausbau erwartet die Telekom eine Größenordnung von 141 Neukunden, wobei für diesen Fall eine Deckungslücke von 38 000 Euro bestehe. Bei 184 Neukunden sei rechnerisch die Kostendeckung erreicht. Dabei werde geprüft, ob Altkunden bei einer Vertragsänderung für eine höhere Übertragungsrate ganz oder prozentual als Neukunden gewertet werden könnten. "Bei insgesamt 184 Neukunden in den beiden Ortsteilen könnte neben Deckbergen auch Schaumburg eine höhere DSL-Rate bekommen", erklärte Dirk Heller, Leiter des "T-Punktes" an der Klosterstraße. Er schätzt, bei einem Verteilerknoten in der Mitte Deckbergens mit einer Leistung von 16 Megabyte kommen in bis zu drei Kilometern Entfernung immer noch sechs Megabyte an. Heller, der an die zahlreichen DSL-Interessenten unverbindliche Absichtserklärungen ausgeteilt hatte, ist zuversichtlich, dass genügend Anschlüsse zusammenkommen. Rund 70 positive Erklärungen hat er schon vorliegen und hofft, nach den Sommerferien einen Schlussstrich ziehen zu können. Damit, und in Verbindung mit einem Kooperationsvertrag mit der Stadt, könne der Ausbau mit einer Schaltung der neuen DSL-Übertragungsrate im ersten Halbjahr 2009 beginnen, so Schneider-Akkurt. Absichtserklärungen gibt es bei Friedhelm Skoruppa, Auf der Bulte 9, in Deckbergen.




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