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Sinkende Kinderzahl zwingt Stadt zu neuen Überlegungen / Krüger: Einzugsbereiche auf dem Prüfstand

Bei den Grundschulen ist derzeit einiges im Fluss

Hessisch Oldendorf (pj). Die Dorfschulen sind inzwischen geschlossen, die 755 Grundschüler der Stadt besuchen die fünf gebliebenen Schulen. Dennoch ist einiges im Fluss, denn Veränderungen scheinen auch heute vorgezeichnet. „Wir führen Gespräche mit Schulamtsdirektor Reiner Langeheine. Dabei geht es um die Schuleinzugsbereiche, die Qualität von Schulen und die Standortsicherung“, sagt Bürgermeister Harald Krüger.

Nach der Gebietsreform in den 70er Jahren wurden in der Stadt etliche Dorfschulen aufgegeben. Geblieben waren die Bildungseinrichtungen in der Kernstadt, in Hemeringen, Heßlingen, Großenwieden, Fischbeck, Segelhorst und Rohden. Mit sinkenden Schülerzahlen im Bereich der beiden Dörfer des Rohdentals wurden vor einigen Jahren auch die Schulgebäude aufgegeben. Das eine in Rohden nutzt die Feuerwehr und die Dorfgemeinschaft, in Segelhorst sind im Schulhaus der Kindergarten und die Krippe untergebracht.

Wenn es um die verbliebenen Standorte geht, dann „sagt die Verwaltung, diese sind langfristig zu sichern“, betont Harald Krüger. Er kann sich deshalb gut vorstellen, dass freiwerdende Räume von Kindergartengruppen genutzt werden. Trend ist, dass die Schülerzahl von Jahr zu Jahr abnehmen wird, bei der Einschulung 2010 sind es 30 Schüler weniger. „Durch diese Kombination kann eine gut funktionierende Lerneinheit geschaffen werden“, glaubt das Stadtoberhaupt. Krüger legt aber größten Wert auf die Feststellung, dass „dies alles Vorüberlegungen sind und nichts festgeschrieben ist“. Das alles müsse vor allem mit Eltern und Elternvertretern erörtert werden. Dass das Miteinander gut sein kann, zeige sich in Fischbeck. Hier kann in der Grundschule eine Nachmittagsbetreuung angeboten werden, da der benachbarte Kindergarten die Grundschüler mit Essen versorgt. „15 Schulkinder werden mittags beköstigt“, sagt der zuständige Amtsleiter Klaus-Dieter Leupold. Das Modell könnte auch in Hemeringen bald Schule machen, denn dort ist beim Neubau des Kindergartens eine Küche vorgesehen, aus der auch die Schule versorgt werden kann. Noch unklar sei, ob dazu die finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden können, schränkt Krüger ein.

Ein Problem gilt es für die Stadt auch zu lösen, wenn der Trend anhält, dass kaum noch ein Lehrer bereit ist, eine Schulleiterstelle zu übernehmen. In Großenwieden gibt es schon eine kommissarische Leitung, in Heßlingen wird in einigen Jahren das Amt vakant. „Vielleicht müssen dann die Einzugsbereiche geändert werden, damit eine Leitung zwei Standorte übernimmt“, erklärt Harald Krüger.




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