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Arbeitskreis Denkmalschutz kritisiert zunehmende Bebauung und regt Grundsatzdebatte an

"Bedrohung der historischen Wallanlage"

Rinteln (rd). Bei seiner jüngsten Sitzung hat der Heimatbund-Arbeitskreis Denkmalschutz die fortgesetzte Bebauung der historischen Wallanlage kritisiert.

Die vom Arbeitskreis angeprangerte Massivität des genehmigten Pflegeheims im Bereich der historischen Wallanlage nehmen die Mitglieder zum Anlass, auf die Bedrohung dieser Wallanlage durch zunehmende Bebauung aufmerksam zu machen. Die Bedeutung des Walls für die Stadt werde bei der städtebaulichen Planung nicht angemessen gewürdigt, so die Einschätzung der Denkmalschützer. Demgegenüber sei es aber das ausdrückliche Ziel der vom Rat der Stadt im Jahr 2005 einmütig beschlossenen Erhaltungssatzung, die erhaltenswerten Eigenschaften der Wallanlage zu bewahren. Der Arbeitskreis erinnert daran, dass die Bebauung des Rintelner Festungswalls um 1875 mit der Errichtung von Einzelhäusern in aufgelockerter Form begonnen habe. Hierbei sei eine entsprechende Parzellierung des Geländes erforderlich gewesen, die dem besonderen Charakter des Walls Rechnung trage. "Diese Einzelhäuser mit den sie umgebenden Gärten prägen die Wallanlage bis heute und sie geben unserer Stadt einen unverwechselbaren besonderen Charme", schreiben die Denkmalschützer in einer Pressemitteilung. Wenn aber die "unsensible" Gestaltung eines Neubaus die Eigenart der eigentlich geschützten Bauten beeinträchtige oder gar zerstöre, dann ist für die Stadt nach dem Urteil des Arbeitskreises mehr verloren als gewonnen. Mit einem entsprechenden Schreiben hat sich jetzt Arbeitskreisleiter Dr. Alexander Lattermann an Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz gewendet. Darin regt der Arbeitskreis als "unumgänglich" an, dass sich der Ausschuss für Bau und Stadtentwicklung bei einer seiner nächsten Sitzungen in einer Grundsatzdebatte mit dem künftigen Umgang einer Bebauung im Bereich der Wallanlagen befasst.




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