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Stadthäger Tafel benötigt dringend mehr Lebensmittelspenden

Bedarf steigt: 5000 Menschen mehr kommen zur Ausgabe

Stadthagen (sk). Die Stadthäger "Tafel", die bedürftige Bürger mit Obst und Gemüse, Brot und Kuchen versorgt, benötigt dringend mehr Lebensmittelspenden, da der Bedarf steigt. Sind 2007 insgesamt 16 242 Personen versorgt worden, lag deren Zahl in diesem Jahr bis September bereits bei 15 858. Die Zahlen teilte die Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes, Ursula Krüger, Bürgermeister Bernd Hellman mit, der die Einrichtung besucht hat.

Zwei Transportfahrzeuge holen täglich von Supermärkten und Bäckereien im gesamten Landkreis - außer Bückeburg - Lebensmittel ab, die demnächst verbraucht werden müssen. Bei bekannt werdenden Überproduktionen einzelner Hersteller fahre man sogar bis Hamburg, berichtete Krüger im Pressegespräch. 2007 habe sich unter anderem der Discounter "Lidl" entschlossen, Waren für die Tafel abzugeben. Dennoch: Die täglich an den Ausgabestellen der Tafel angelieferten Lebensmittel reichen nicht aus. Bis Jahresende werden voraussichtlich 5000 Menschen mehr die Tafel in Anspruch nehmen als 2007. "Allein von Juli bis September haben wir 5000 Menschen hier gehabt", teilte Krüger mit. Die Leistungen der Tafel kann in Anspruch nehmen, wer nach "Hartz IV" mit 351 Euro im Monat auskommen muss. Für Kinder gelten 247 Euro. Empfänger kleiner Renten, Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose, Obdachlose und Alleinerziehende zählen ebenfalls zu den Tafelkunden. Um einen Kundenausweis für die Tafel zu erhalten, muss der aktuelle "Hartz IV"-Bescheid oder eine Verdienstbescheinigung vorgelegt werden. Zweimal pro Woche können Kundenausweis-Inhaber zur Ausgabestelle der Tafel in der Straße Am Stadtpark 4 kommen. Hier müsse niemand muss auf der Straße stehen und sich "begaffen" lassen bis er dran ist, so Krüger. Ein Warteraum nimmt die Menschen auf. Einfach nach Herzenslust die Tasche füllen, können die Tafel-Kunden nicht. Sie bekommen andererseits auch keine "Wundertüte" in die Hand gedrückt, bei der sie nicht wissen, was drin ist, erklärte Tafel-Leiterin Michaela Hinse. Auf den Geschmack des Einzelnen werde bei der Zuteilung Rücksicht genommen. Die Kunden der Tafel kommeninzwischen aus allen Schichten der Bevölkerung. Sehr schnell könne jemand in eine prekäre Versorgungslage geraten. Hinse: "Es kann den Akademiker treffen und auch den Selbstständigen."




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