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SPD-Kandidat gewinnt Direktmandat im Wahlkreis 37 / CDU verliert viele Zweitstimmen in Schaumburg / Grüne legen deutlich zu

Becker mag nicht „stoibern“ – Schmidt will wieder angreifen

Landkreis (ll). Noch bevor das vorläufige Gesamtergebnis für den Wahlkreis 37 feststand, gab es bei der CDU schon betretene Gesichter im Stadthäger Kreishaus: Nachdem bereits einige Ergebnisse aus den einzelnen Städten und Gemeinden des Wahlkreises vorgelegen haben, deutete alles darauf hin, dass der CDU-Kandidat Mike Schmidt seine Direktwahl nicht schaffen würde.

„Das war’s dann wohl“, sagte Schmidt frühzeitig. SPD-Gegenkandidat Karsten Becker hingegen wollte noch nicht allzu früh Stellung nehmen zum Wahlergebnis, weil er nicht „den Stoiber machen“ und seinen Sieg bereits vor Verkündung des Endergebnisses feiern wollte. Als Landrat Jörg Farr um 20.40 Uhr nach langem Warten das vorläufige Endergebnis verkündete, gab es Jubel bei der SPD: Becker siegt im Wahlkreis Schaumburg mit 43,03 Prozent der Erststimmen und liegt damit rund 3 Prozentpunkte vor Mike Schmidt, der 39,97 Prozent der Erststimmen von den Wählern erhalten hatte. Maria Börger-Sukstorf (Grüne) erzielt einen Achtungserfolg: Sie bekommt 9,21 Prozent der Erstimmen – Ursula Helmhold (Grüne) erzielte bei der Landtagswahl vor fünf Jahren lediglich 6,57 Prozent.

Die weiteren Direktkandidaten sind abgeschlagen: Ralf Kirstan (FDP) erhält 2,21 Prozent der Erstimmen, Renate Engelmann (Die Linke) liegt bei 2,55 Prozent. Pirat Bernd Riensch erreicht 1,65 Prozent, und Fabian Nagel (Die Freiheit) kommt auf 1,34 Prozent der Erststimmen.

Bei den Zweitstimmen ist das vorläufige Endergebnis ähnlich deutlich wie bei den Erststimmen für die Direktkandidaten. Auch hier liegt die SPD vorn: Sie erzielt 37,59 Prozent; die CDU kommt auf 32,92 Prozent. Grüne liegen bei 12,93 Prozent, die FDP bei 9,6 Prozent. Die Piratenpartei erhält entgegen dem Trend vom vergangenen Jahr nur 1,71 Prozent; Die Linke kommt auf 2,69 Prozent.

Gegenüber der Landtagswahl aus dem Jahr 2008 fällt das Zweitstimmenergebnis der Christdemokraten um rund 7 Prozentpunkte schlechter aus; die SPD gewinnt im Vergleich zu vor fünf Jahren knapp 2 Prozentpunkte. Die Grünen gewinnen rund 5 Prozentpunkte, die FDP legt etwa 2 Prozentpunkte zu.

Wahlverlierer Schmidt wollte die Wahlbezirke Rodenberg, Eilsen, Nenndorf und Bückeburg „auf jeden Fall gewinnen und gucken, was in Stadthagen möglich ist“. Geschafft hat es Schmidt am Ende nur in Bückeburg, Eilsen und Nenndorf. Enttäuscht sei er zwar, aber an Rückzug aus der Politik denke er nicht: „Wenn mich die Partei lässt, werde ich in fünf Jahren wieder gegen Karsten Becker antreten“, sagte Schmidt gestern Abend. Seiten 19 und 20




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