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Unternehmen fürchtet möglichen Statusverlust Bad Eilsens / Zusätzliche Lärmbelastung durch Edeka-Lieferverkehr

"Beauty Campus" sieht große Nachteile durch "Neukauf"

Bad Eilsen (tw). Der erst vor Kurzem vom Ehepaar Stephanie und Torsten Frank im Georg-Wilhelm-Haus eröffnete "Beauty Campus" sieht sich offenbar mit Problemen konfrontiert, mit denen die beiden Geschäftsführer so nicht gerechnet hatten: Sie sorgen sich sowohl um die Zukunft des Georgenbrunnens, aber auch um die Anerkennung des Ortes als Heilbad - und fürchten obendrein die Auswirkungen eines Edeka/Neukauf-Marktes. All das geht aus einem Schreiben der Franks hervor, das der Redaktion am Wochenende zugegangen ist.

"Die Heilquelle mit dem zugehörigen Brunnenhaus", so die Franks, "ist grundsätzlich Bestandteil von Unternehmenskonzept und -strategie des Beauty Campus. Aufgrund von Verhandlungen mit strategischen Kooperationspartnern hat sich im Laufe der letzten Wochen die Bedeutung der Heilquelle und deren geplante Nutzung wesentlich erhöht." Da es aber Gebäuderisse und -setzungen jüngerer Vergangenheit gebe, will das Ehepaar ein mögliches Risiko von Beeinträchtigungen der Nutzung erst einmal klären und aususchalten. Hierüber solle ein Gutachten zur Auebrücke und -mauer an der Bahnhofstraße Aufschluss geben - und aufzeigen, wer welche Maßnahmen umsetzen muss. "Die aktuelle Unternehmensstrategie des Beauty Campus beinhaltet aber auch den wichtigen Punkt der Standortwahl", so die Franks. Es bestehe grundsätzlich ein sehr positiver Zusammenhang zwischen ihrer Branche respektive ihren Dienstleistungen und dem Standort in einem Heilbad und Kurort/Kurpark - sowie auch allen weiteren Ansiedlungen, die dem Campus gegebenenfalls folgen würden. Mit Merkmalen wie Gesundheit, Schönheit, Ruhe, Erholung, und Wellness ließen sich die relativ hohen Investitionen für Grundstück und Gebäude überhaupt erst refinanzieren; Standortnachteile durch den ländlichen Charakter könnten damit zumindest teilweise ausgeglichen werden. "Momentan besteht aber das Risiko, dass der Ort seinen Status verliert, wenn der Master-Plan nicht erfolgreich abgeschlossen wird respektive sich die Rahmenbedingungen für den Kurortcharakter durch Bau- und Ansiedlungsmaßnahmen in der Gemeinde verschlechtern", betonen die Geschäftsführer. Kommt hinzu: "Als Anwohner der Bahnhofstraße sind wir von den geplanten Maßnahmen zum Einkaufsmarkt direkt betroffen", sagen die Franks. Und begründen das so: "Der heute schon übermäßige Verkehr über die Bahnhofstraße - derartige Straßen direkt am Kurpark sind im Bewertungskatalog der Kur- respektive Heilbad-Anerkennung von besonderer Bedeutung - dürfte sich durch die Größe des geplanten Marktes und durch verstärkten Liefer- und Kundenverkehr weiter erhöhen." Da der Beauty Campus etwa 50 Prozent des Georg-Wilhelm-Hauses als Unterkünfte für Schüler und Wellness-Wochenendbuchungen einplane und fast alle Zimmer mehr oder weniger zur Bahnhofstraße weisen würden, "sehen wir die zusätzliche Lärmbelästigung sehr kritisch." Abschließend erklärt das Ehepaar wörtlich: "Wir arbeiten daran, die bestehenden Risiken zu konkretisieren (siehe Gutachten) und steuerbar zu machen. Allen oben genanten neuen Risiken werden wir daher aber erst einmal entgegenwirken, da sich mögliche Lösungen und akzeptable Kompromisse nicht im - für uns - notwendigen Zeitrahmen realisieren lassen."




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