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Investmentbank besitzt 14,96 Prozent der Neschen-Aktien / Stefan Zinn: "Kein Grund zur Beunruhigung

Bear-Stearns-Wogen schwappen bis nach Bückeburg

Bückeburg (rc). Von der weltweiten Finanzkrise ist auch ein Bückeburger Unternehmen direkt betroffen: die Neschen AG. Die US-Investmentbank Bear Stearns besitzt ein Aktienpaket an dem Folienbeschichter in Höhe von 14,96 Prozen t. Bear Stearns schlidderte am Wochenende haarscharf an der Pleite vorbei und wurde für 236 Millionen US-Dollar vom Mitkonkurrenten JP Morgan übernommen.

"Natürlich sind auch wir von der Entwicklung völlig überrascht worden", sagte der Neschen-Vorstandsvorsitzende Stefan Zinn auf Anfrage unserer Zeitung. Durch die Eigentumsveränderung werde sich für Neschen aber nichts ändern, da die getroffenen Vereinbarungen auch für den Neubesitzer gelten würden. Die von Bear Stearns eingeräumten Kredite hätten vertraglich festgehaltene Laufzeiten und könnten auch vom neuen Eigentümer nicht gekündigt werden. Zinn: "Wir sehen kurzfristig keine Auswirkungen. Ich sehe keinen Grund zur Beunruhigung." Im Zuge einer Kapitalerhöhung, die Ende 2006 angekündigt und bis Mitte 2007 über die Bühne gebracht worden war, übernahm Bear Stearns das Aktienpaket (wir berichteten). Gleichzeitig erwarb auch der angeschlossene Partner Värde Inc. ein Aktienpa ket in gleicher Höhe. Beide Investorenübernahmen zudem die von einem Banken-Pool gewährten Kredite in Höhe von 65 Millionen Euro und lösten sie durch eine neue Finanzierung in Höhe von 50 Millionen Euro ab. Der überwiegende Teil des Differenzbetrages von 15 Millionen Euro floss der Neschen AG als außerordentlicher Ertrag zu und diente der Stärkung der Eigenkapitalbasis. In einer Ad-hoc-Mitteilung unterstrich der Neschen-Vorstand bei der Bekanntgabe des Einstiegs der neuen strategischen Partner im Dezember 2006, dass sie der Neschen AG nunmehr erlaube, sich auf die Themen Kunden, Märkte und Produktinnovationen zu konzentrieren. Der für gestern avisierte Verkündungstermin des Landgerichts Hannover in Sachen Rechtmäßigkeit aller Beschlüsse der Neschen-Hauptversammlung 2007 ist auf den 8. April verschoben worden. Ein Aktionär hatte im Spätsommer 2007 aus formellen Gründen Anfechtungsklage erhoben




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