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Einstimmige Empfehlung im Ausschuss für Entwurfsplanung / Wärmeversorgung nicht durch Biogas

Baustart zur KGS vielleicht schon im Mai

Bad Münder (jhr). Die KGS Bad Münder wird zunächst ohne Wärmeversorgung durch die benachbarte Biogasanlage geplant. Reinhard Müller, Leitender Baudirektor des Landkreises, stellte jetzt gemeinsam mit den Architekten des beauftragten Lübecker Büros den Stand der Planungen vor. Er ging dabei auch auf die energetische Situation ein.

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In Bad Münder waren nach Bekanntwerden der ersten Umbaupläne der Abraham-Lincoln-Realschule Ideen zur Wärmeversorgung der Schule diskutiert worden – unter anderem auch die Einbeziehung der benachbarten Biogas-Anlage oder eines neu zu errichtenden Blockheizkraftwerkes, das in der ehemaligen Schwimmhalle des Rohmelbades untergebracht im Winter die Wärme fürs Schulgebäude und im Sommer die Wärme fürs Bad liefern könnte.

Beide Vorschläge finden in der bisherigen Planung jedoch keine Berücksichtigung. „Ich habe nach einem ersten Kontakt mit den Betreibern der Biogasanlage händeringend auf ein Konzept gewartet, passiert ist nichts“, sagt Müller. Von der Planung eines großen Blockheizkraftwerkes wurde ebenfalls Abstand genommen – hier spielt der relativ enge Zeitplan zur Realisierung von Neu- und Umbau der Schule eine große Rolle, außerdem der Umstand, dass der Energiebedarf für das Schulgebäude recht gering ausfallen wird.

Der „Bestand“, das bisherige Realschulgebäude, verfüge über eine relativ moderne Heizungsanlage, zudem seien Fassade und Fenster gerade energetisch saniert worden. Auf das im vergangenen Jahr verabschiedete Gesetz über erneuerbare Energien im Wärmebereich wird mit dem Einbau eines mit Gas betriebenen Blockheizkraftwerkes mit einer Leistung von 18 Kilowatt reagiert. Müller informierte in der Sitzung des Kreis-Bauausschusses über den Kostenrahmen – die Politik stimmte zu, dass er auf 13,2 Millionen Euro festgesetzt werden soll. Darin nicht enthalten sind die Kosten für die Projektleitung und die Ausstattung der Schule.

Morgen befasst sich der Kreisausschuss mit dem Thema, entscheidet unter anderem über die Auftragsvergabe für den ersten Bauabschnitt, die Errichtung des an den Bestand anzuschließenden neuen Baukörpers mit Mensa, Klassen-, Verwaltungs- und Fachräumen. Mit den Arbeiten soll noch im Mai begonnen werden – wird nicht Widerspruch gegen die Auftragsvergabe eingelegt.

In der Vorstellung der Entwurfsplanung ging Müller auf die Installation einer Videoanlage zum Schutz vor Gewaltakten ein, außerdem auf die Gestaltung des Busbahnhofs. Nach der aktuellen Planung ist die Anordnung von vier Bushaltebuchten auch ohne den zusätzlichen Erwerb eines angrenzenden Grundstücks möglich, allerdings muss dazu der Parkplatz verlegt werden.

Architekt Markus Kaupert stellte anschließend die vom Büro von Petersen, Pörksen und Partner entwickelte Entwurfsplanung vor, ging dabei auf die Anordnung der Räume im Neubau sowie die Veränderungen im Altbau ein. Herzstück der neuen Schule wird die zweigeschossige Aula, die auch als Mensa genutzt werden wird. Die Ausschussmitglieder empfahlen die Zustimmung zum Entwurf.



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