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Kleinspielfeld an der Schule kommt / Teillöschung für Naturschutzgebiet

Baumbestattung oder Rasengrab? Neue Möglichkeiten in Krankenhagen

Krankenhagen (who). Auf dem Friedhof in Krankenhagen sollen künftig Baumbestattungen möglich sein. Das teilte die Rintelner Stadtverwaltung dem Ortsrat bei seiner letzten Sitzung mit. Das Thema Bestattung hat einigen Raum in der vergleichsweise kurzen Ortsratssitzung eingenommen, da die geänderte Friedhofssatzung auch für die kleineren Ortsteile neue Möglichkeiten zulässt.

"Der Ortsrat Krankenhagen hat als einer der ersten Ortsräte Rasenreihengräber gefordert", erinnerte Ortsbürgermeister Gerhard Werner die anderen Mitglieder. Für diese neue Bestattungsform werde jetzt ein Bereich auf dem neuen Friedhof längs der Straße ausgewiesen. Die Belegungsdauer eines Grabes von 30 Jahren berücksichtige auch die Bestattung von Ehegatten nebeneinander in einem sogenannten "mehrstelligen Rasengrab". Um die Gräber zu bedecken, seien Grabplatten mit Maßen von 25 mal 40 Zentimetern vorgesehen. Als Novum, so Gerhard Werner weiter, wolle der Ortsrat den Vorschlag von Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz aufgreifen, auf dem neuen Friedhof einen eigenen Bereich für die Baumbestattungen auszuweisen. Bei Baumbestattungen, die sich besonders bei naturverbundenen Menschen großer Beliebtheit erfreuen, werden Urnen im Wurzelbereich eines Baumes ins Erdreich gesetzt. In Krankenhagen böten sich dafür große Bäume an, deren Wurzelbereich Raum für bis zu zwölf Urnen hätten. Für "Bestattungstourismus" stehe der Krankenhäger Friedhof jedoch nicht zur Verfügung, stellte Werner klar: Das Angebot der Baumbestattung gelte vorzugsweise den Einwohnern Krankenhagens. Ausnahmen, zum Beispiel für gebürtige, aber verzogene Krankenhäger, seien erst auf Antrag und nach einer Prüfung möglich. Für den alten Friedhof, der zahlreiche Belegungslücken durch eingeebnete Grabstellen aufweist, wünscht sich der Ortsrat eine "angemessene" Wiederherstellung, erklärte der Ortsbürgermeister. Zurzeit habe der Friedhof "den Charakter einer Baustelle". Vor allem die gefällten Bäume sollten ersetzt werden, vorzugsweise mit einer Bepflanzung, die die Grabstellen nicht durch fallendes Laub oder Nadeln belaste. Ein weiteres Thema im Ortsrat war das Mini-Spielfeld, das jetzt an der Grundschule angelegt werden soll. Krankenhagen war nicht in den Genuss der Förderung durch das Programm des Deutschen Fußballbundes gekommen, das bundesweit Kunstrasenplätze sponsert. Der Förderungszuschlag des DFB war an die Grundschule in Deckbergen gegangen. Die Stadt hatte bereits zugesagt, die Kosten für den Unterbau des Krankenhäger Spielfeldes zu übernehmen -und nachdem der Verwaltungsausschuss des Rintelner Stadtrates Anfang Oktober das Mini-Spielfeld genehmigt hatte, steht der Vollendung des Projektes nichts mehr im Wege. Der nächste Schritt sei, die rund 30 000 Euro für die Kunstrasen-Auflage aufzubringen, so Ortsbürgermeister Werner. Dafür hätten der TSV Krankenhagen sowie der Förderverein der Grundschule bereits ihre Unterstützung zugesagt. Jetzt gelte es, weitere Sponsoren zu mobilisieren. Mit der Teillöschung des Naturschutzgebietes Knickbrink wird der Bau des vom TSV herbeigesehnten zusätzlichen Trainingsplatzes bald möglich sein, kündigte Gerhard Werner abschließend an.




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