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Bartels überreicht „Hamelner Erklärung“

Bad Münder. Erste konkrete und auch in der Öffentlichkeit sichtbare Schritte hat die Aktion „ContraSuedlink“ jetzt gesetzt. Große Banner hängen an den Ortseingängen von Beber, Rohrsen und Pohle, die verkünden: „Suedlink – Nein danke! Nicht mit uns!“ Auch die von Beber-Rohrsens Ortsbürgermeisterin Elke Osterkamp angekündigten Unterschriftensammlungen gegen die Stromtrasse sind angelaufen. Parallel dazu hat Landrat Tjark Bartels mit einigen Mitstreitern die „Hamelner Erklärung“ an den Präsidenten der Bundesnetzagentur Jochen Homann überreicht. Mit ihr wenden sich mehrere Landkreise gegen die Folgen der geplanten Stromtrasse Suedlink.

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Die Erklärung hatten die Landkreise im Dezember in Hameln beschlossen, in dem sie ihren Anspruch erläutern, das Verfahren engmaschig zu begleiten. Bartels hatte auch ein druckfrisches Schreiben dabei, das in detaillierter Weise die Unvollständigkeit des Antrages von Tennet beschreibt und die Bundesnetzagentur auffordert, den Antrag zurückzuweisen. So fehle etwa „eine tragfähige Begründung für die Reduzierung auf eine Trasse“ und außerdem sei nicht aufgeführt, „welche Dimension das Vorhaben am Ende haben wird.“

Tennet beantragt die Ausführung als Gleichstromtrasse. Dieses Verfahren ist bisher noch nicht erprobt worden und nur als Pilotprojekt zulässig. Dazu fehle aber jede Angabe, wie mit vorhandenen Risiken umgegangen werden und wie die wissenschaftliche Begleitung aussehen soll. Die Landkreise kritisieren zudem, dass „eine Begründung für den weitgehenden Verzicht auf Erdverkabelung“ fehlt.

„Wir haben ein offenes und sehr konstruktives Gespräch geführt, an dem die Führungsspitze der Bundesnetzagentur und die verantwortlichen Fachleute teilnahmen“, sagte Bartels im Anschluss an die Sitzung. Zur Frage möglicher Klagen der Landkreise äußerte Bartels: „Der Ball liegt nun bei der Bundesnetzagentur. Sofern diese den Antrag zurückweist und damit den Weg für ein ausgewogenes und nachvollziehbares Verfahren ebnet, gibt es keinen Grund für weitere rechtliche Schritte.“

Am kommenden Montag reisen die Landräte nach Berlin, um dort im Reichstag bei den Bundestagsabgeordneten um weitere Unterstützung zu werben. „Wir wollen für das Thema sensibilisieren und erwarten politische Unterstützung sowohl bei unserer Forderung nach einer transparenten Neuplanung als auch notwendiger gesetzlicher Verbesserungen, insbesondere in Hinblick auf die Erdverkabelung und den Schutz der Gesundheit unserer Bürger“, fasst Bartels die Erwartung an dieses Treffen zusammen.col



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