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Seniorenbeirat regt bauliche Veränderungen an / Gemeindebüro bleibt Sorgenkind

Barrieren ausgeräumt

Wiedensahl. Mit zwei Bankfilialen, einer Arztpraxis, einer Apotheke, drei Museen, einem Lebensmittelmarkt, einer Bäckerei, mehreren Gastronomiebetrieben, einer Massagepraxis und einem Elektrofachgeschäft ist Wiedensahl vergleichsweise gut aufgestellt. Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Einwohnerschaft stellt sich allerdings die Frage: Sind diese Einrichtungen für Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, auch gut zu erreichen? Sind sie barrierefrei?

Autor:

Horst Jedamzik

Wenn Rollstuhlfahrerin Cornelia Wohlgemuth (52) einkaufen oder ihre Bankgeschäfte erledigen will, kann sie das ohne fremde Hilfe. Die Eingänge des Markant-Marktes Steuber und der schräg gegenüber liegenden Volksbank sind ebenerdig, in die Sparkasse geht es problemlos über eine Rampe. Kaffee trinken im Dörp Kaffee oder ein Besuch der Arztpraxis Dr. Kilian ist ebenfalls kein Problem, denn auch dort gibt es keine Stufen oder sonstigen Hindernisse. Gleiches gilt für das Wilhelm-Busch-Geburtshaus und seit Kurzem auch für das Museum im Obergeschoss des Alten Pfarrhauses, das neuerdings über einen eingebauten Treppenlift erreichbar ist.

Etwas anders sieht es bei der Wilhelm-Busch-Apotheke aus, die nach wie vor nur über eine mehrstufige Treppe betreten werden kann. Neuerdings ist aber auch das kein Problem mehr, denn die Gemeinde hat kürzlich auf Initiative des Seniorenbeirates eine Gegensprechanlage installieren lassen. Also einfach den Klingelknopf drücken und dann Kontakt mit den Mitarbeitern über die Sprechanlage aufnehmen. Apothekeninhaberin Annette Auel sagt: „Davon wird bereits reger Gebrauch gemacht.“

Not macht bekanntlich erfinderisch. Wenn Wohlgemuth dem Elektrofachgeschäft Meyer einen Besuch abstatten will, nimmt sie dafür gerne den kleinen Umweg durch die Garage und über den Flur in Kauf: „Der ist zwar etwas schmal, aber mittlerweile klappt das ganz gut.“ Wählen kann sie dagegen künftig im barrierefreien Kindergarten, denn auf Drängen des Seniorenbeirates wird das Wahllokal künftig dort und nicht mehr in der Gaststätte Ronnenberg aufgebaut.

Behindertengerechte Toiletten gibt es lediglich im Wilhelm-Busch-Geburtshaus und im Alten Pfarrhaus. Beide sind aber nur zu den Öffnungszeiten zugänglich. Eine weitere soll es demnächst im Dörp Kaffee geben. Größtes Sorgenkind dürfte nach wie vor das im Dachgeschoss der Volksbank untergebrachte Gemeindebüro sein, das nur über viele Treppenstufen erreichbar ist. Bürgermeisterin Anneliese Albrecht: „Ich mache aber auch Hausbesuche, also einfach anrufen und einen Termin mit mir vereinbaren.“




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