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Prozess um nächtliche Blitzüberfälle auf Post- und Bankfilialen

Bande von Geldautomatenknackern muss sich für Taten verantworten

Landkreis/Barsinghausen/Bückeburg (miv). Ihr rustikaler Einsatz von Lastwagen und Treckern zum Diebstahl kompletter Geldautomaten in Empelde und Groß Munzel hat für Aufsehen gesorgt: Vier Mitglieder einer Automatenknackerbande stehen in Bückeburg vor Gericht.

Mit ihren nächtlichen Blitzüberfällen in Post- und Bankfilialen hat die rumänische Bande im vergangenen Jahr die Region Hannover und Nachbarkreise in Atem gehalten. Vier Männer (28 bis 38 Jahre alt) einer offenbar straff organisierten Gruppe müssen sich gegenwärtig vor dem Landgericht Bückeburg wegen schweren bandenmäßigen Diebstahls in 19 Fällen verantworten. Zielstrebig und brutal gingen die Diebe ans Werk: Mit kurz zuvor gestohlenen Fahrzeugen fuhren sie vor die Kreditinstitute, befestigten ein Stahlseil am Geldautomaten, drückten das Gaspedal durch und rissen die Geldschränke aus der Verankerung. In Verstecken schweißten sie die Automaten auf - rund 100 000 Euro soll die Bande auf diese Weise erbeutet haben. Die Spur der Diebe führt von Nordhessen über die Region Hannover bis in den Landkreis Schaumburg. Ihren außergewöhnlichsten Coup unternahm die Bande im Mai 2006 in Groß Munzel: Mit einem Traktor rissen sie einen Automaten aus der Filiale. Den Trecker hatten sie zuvor in Riehe gestohlen (wir berichteten) Allerdings machte der Lastwagen bei dem etwa eine halbe Tonne schweren Apparat schlapp. Im Oktober suchten sie eine Postfiliale in Empelde heim - dann wurde die Bande ein Opfer ihrer Gier: Nach der Pleite in der Volksbank-Filiale in Helpsen (das Stahlseil riss) nahm die Polizei fünf Männer fest. Einer von ihnen (35) ist Ende März zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Laut Gericht ist das Quartett größtenteils geständig. Ein 38-Jähriger lebt in der Region. Er soll als Kundschafter und Logistiker für die kriminellen Touristen gearbeitet haben. Am Freitag, 11. Mai, sollen die Plädoyers gehalten werden.




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