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Erste Kandidaten für Jugendparlament

Bald gibt es den Bürgermeister für junge Leute

Samtgemeinde Nienstädt (gus). Die ersten Schritte hin zum ersten Jugendbürgermeister der Samtgemeinde Nienstädt sind absolviert. Denn es liegen bereits Kandidaturen für das Jugendparlament vor, das im Herbst den Nachwuchsbürgermeister wählen soll.

Die ersten Kandidaten stammen aus Südhorsten, wo Martina Lohmann, Chefin der Dorfjugend, die Werbetrommel gerührt hat. Lohmann hat sogar noch zwei weitere Interessenten in der Hinterhand. Allerdings müssten auch aus den anderen Orten Kandidaten rekrutiert werden. Sieben Mitglieder muss das Parlament am Ende haben. Lohmann betont, dass ein Dutzend Kandidaten, idealerweise aus unterschiedlichen Orten, für einen sinnvollen Wahlgang vonnöten sind. Sonst komme es wie andernorts im Landkreis zu einer Wahlfarce, weil gerade so viele Kandidaten wie Mandate vorhanden wären. Lohmann betont, dass das Jugendparlamentüberparteilich ist. Auf keinen Fall soll es zum Anwerben durch Jugendorganisationen der Parteien missbraucht werden. Die Mitarbeit lohne sich, weil sich eine solche Tätigkeit in jeder Bewerbung gut mache. Außerdem gibt es eine Aufwandsentschädigung von fünf Euro pro Sitzung. Kandidieren können Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren mit Wohnsitz in der Samtgemeinde (Geburtsdaten vom 28. November 1990 bis zum 27. November 1994). Die Abgeordneten werden für zwei Jahre gewählt. Die erste Plenums-Periode beginnt am 1. Dezember 2008. Wer Interesse hat, kann sich bei der Samtgemeindeverwaltung in Kirchhorsten, Telefon (05724) 39 80, melden. Allerdings steht ohnehin eine Informationskampagne in den Schulen an. Am 13. und 14. Oktober werden dort die Bewerbungsbögen ausgeteilt. Diese müssen die Kandidaten bis zum 24. Oktober ausfüllen und einreichen. Die Kandidaten stellen sich am 30. Oktober im Schulzentrum Helpsen vor. Danach beginnt der Wahlkampf. Dieser dauert vom 1. bis zum 25. November. Am 26. und 27. November wird es dann bei der Stimmabgabe so richtig spannend. Das Wahlergebnis soll am 27. November bekanntgegeben werden. Das Jugendparlament nimmt seine Arbeit anschließend keineswegs im Sinne eines Spaßkabinetts auf. Zu vier bis sechs Sitzungen pro Jahr soll das Gremium zusammentreten. Bei der ersten Sitzung wird eines der Parlamentsmitglieder zum Jugendbürgermeister gewählt. Außerdem gilt es, dessen Stellvertreter zu bestimmen. Damit die Jugendlichen eigene Ideen und Projekte umsetzen können, gibt es auch ein Budget, über das das Parlament verfügen kann. Dessen Umfang steht noch nicht fest. Die Jung-Abgeordneten haben das Recht zur Teilnahme an Sitzungen der Fachausschüsse der Samtgemeinde und der Mitgliedsgemeinden (etwa Schulausschuss, Kindergartenausschuss, Kinder- und Jugendausschuss). Darüber hinaus erlangen sie Rederecht im Samtgemeinderat, den Mitgliedsgemeinderäten und in den Fachausschüssen sowie Antragsrecht und Recht zur Stellungnahme in den Fachausschüssen der Samtgemeinde und der Mitgliedsgemeinden.




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