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Bald doch Wohnen am münderschen Salzbrink?

BAD MÜNDER. Der Erfolg des Baugebietes „Nördliches Südfeld“ hat in der Politik einige überrascht, andere in ihrer Auffassung bestärkt, dass Bad Münder sehr wohl bei Bauwilligen gefragt ist und Interessierte in die Stadt zieht. Die Mehrheitsgruppe im Rat will jetzt das Gebiet „Salzbrink“ stärker in den Blick rücken.

Zwischen Umgehungsstraße und Deutscher Klinik (links) liegen die Flächen des Salzbrinks. Foto: Archiv
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

SPD, Grüne und Piraten haben dazu einen Vorstoß unternommen, der eine bereits vor zehn Jahren geäußerte Empfehlung wieder aufgreift: In einer von der Stadt und der Landesbausparkasse in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie hatte das hannoverschen Pestel-Institut den „Salzbrink“ näher untersucht und ihn für eine „exklusive Wohnbebauung“ vorgeschlagen. Schnell war in Bad Münder daraus das „Wohnen auf dem Millionärshügel“ gemacht worden – und dann wieder in den Hintergrund geraten. Auf der Internetseite der Stadt findet sich zwar ein Steckbrief, den die Wirtschaftsförderung für das rund 72 000 Quadratmeter große Gebiet in Verlängerung des Kurparks zwischen Deutscher Klinik und Umgehungsstraße erstellt hat, doch neuen Schwung soll ein Antrag der Mehrheitsgruppe bringen. Unter Verweis auf die Pestel-Untersuchungen aus dem Jahr 2008 und Empfehlungen aus dem Zukunftsentwicklungsprogramm von 2010 wollen SPD, Grüne und Piraten die den Gremien dazu bewegen, der Verwaltung einen konkreten Auftrag zu erteilen. Die Entwicklung des Baugebietes soll vorangetrieben werden, unter Berücksichtigung des Heilquellenschutzes soll auch der Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern möglich werden. Bereits in ihrer Vereinbarung zur Bildung einer gemeinsamen Gruppe hatten die Parteien diesen Punkt 2016 festgeschrieben.

Dass der Heilquellenschutz in diesem Gebiet eine große Rolle spielt, ist den Beteiligten bewusst. 2008 hatte die Stadt eine Heilquellenanalyse und ein Gutachten zur Bodenbeschaffenheit in Auftrag gegeben, die Ergebnisse zeigten: Eine Bebauung ist grundsätzlich möglich, allerdings unter Auflagen.

Nicht aus dem Blick verlieren will die Mehrheitsgruppe auch die Möglichkeiten der Innenverdichtung, der Bebauung vorhandener Lücken in der Stadt und in den Ortsteilen. Dazu soll ein Baulückenkataster erstellt werden, um einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Flächen zu erhalten.

Der Verwaltungsausschuss soll sich am 25. Januar mit dem Antrag der Mehrheitsgruppe befassen.

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