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Bakede: Erneute Starthilfe für den Kranzberg

BAKEDE. Das kriselnde Baugebiet Kranzberg in Bakede war seit seiner Erschließung vor 17 Jahren immer wieder Diskussionsthema bei Stadt, Politik und der Sparkasse Weserbergland als Erschließungsträger. Jetzt will man im Rathaus nach 2008 zum zweiten Mal nachbessern und die Vorschriften für Bauwillige lockern.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Eine entsprechende Vorlage der Stadt diskutiert heute der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss. Demnach sollen die bestehenden Festlegungen bei Dachform und Dachneigung aufgehoben werden. Auch in Sachen Zäune und Mauern will man Interessenten weniger Vorschriften machen. Und: Die Auswahl der erlaubten Dachziegel-Farben wird erweitert. Details will die Stadt am 23. Februar im öffentlichen Planungsausschuss präsentieren. Schon 2008 hatten die Verantwortlichen nachgebessert, um das Gebiet attraktiver zu machen: Damals war schon einmal die vorgeschriebene Dachneigung um einige Grad verändert worden. Garagen dürfen seitdem etwa auch ein Flachdach haben.

Im zweiten Verbesserungsanlauf sind jetzt noch weitere Schritte geplant: Die Häuser dürfen höher werden – die Geschossflächenzahl und die Firsthöhe werden angehoben. Trotz allem sollen das Gesamtbild und der Ortskern nicht beeinträchtigt werden.

Ziel ist es, zunächst mal genügend Grundstückskäufer zu bekommen, um den zweiten Bauabschnitt zu füllen. Die dritte Phase mit weiteren 26 Flächen werde erst erschlossen, wenn ein „Fortschritt bei der Vermarktung der Grundstücke im erschlossenen Gebiet verzeichnet werden kann“, heißt es bei der Stadt.

Die Verwaltung räumt in ihren Planungen das ein, was offensichtlich ist: Die Änderungen vor neun Jahren hätten „nicht zu dem erhofften Erfolg geführt“. Einige Bauwillige hätten sich für andere Orte entschieden, weil ihren Wünschen nach Gebäudetyp und -form wegen der bestehenden Regeln „nicht entsprochen werden konnte“.

Die Kosten für den überarbeiteten Bebauungsplan soll die Sparkasse tragen – das will die Stadt in einem entsprechenden Vertrag fixieren. Bis die geplanten Änderungen tatsächlich in Kraft treten, wird allerdings noch Zeit vergehen: Nach der ersten Vorstellung Ende Februar muss die Politik einen entsprechenden Beschluss zur Aufstellung des neuen Planes fassen, danach werden Behörden und öffentliche Träger beteiligt.

Nicht geschraubt werden soll offenbar an den Grundstückspreisen, die sich um 79 Euro pro Quadratmeter bewegen: „Das wäre Sache des Erschließungsträgers“, sagt Bürgermeister Hartmut Büttner.

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