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Bahnhofstraße: Kommt ein Lkw-Verbot?

BAD MÜNDER. Nach dem erneuten Vorstoß für Tempo 30 auf der südlichen Bahnhofstraße (B 442 bis Kreisel) hat die SPD eine weitere Verkehrsverschärfung in die Diskussion eingebracht: Auf dem Abschnitt könnten Lkw künftig ausgesperrt werden. Hintergrund sei weniger die Verkehrssicherheit, so Bürgermeister Hartmut Büttner.

Die Schlaglöcher an der Bahnhofsstraße sollen bald verschwinden – damit nicht schnell wieder neue entstehen, könnten Lkw künftig über die Süntelstraße umgeleitet werden. foto: Lindermann
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Vielmehr soll die in den kommenden Monaten anstehende Sanierung, bei der Teile der Fahrbahndecke erneuert werden, nach dem Geschmack von Stadt und Politik möglichst lange halten. „Und diese Haltbarkeit ist abhängig von der Belastung“, sagt Büttner. Schlussfolgerung: Rollt weniger schwerer Lkw-Verkehr über diesen Teil der Bahnhofstraße, dann entstehen auch weniger schnell neue Schlaglöcher.

Statt von der B 442 über die Bahnhofstraße in Richtung Innenstadt zu fahren, könnten die betroffenen Laster stattdessen über die Bundesstraße und die etwas weiter nördlich liegende Kreisstraße 72 (Süntelstraße) geleitet werden. Diese kommt ebenfalls am Kreisverkehr vor dem Rohmelcenter heraus.

In Sachen Tempo 30, dessen Einführung Inhalt eines Antrags von Pro-Bürger-Fraktionschef Helmuth Mönkeberg ist, habe die Stadt „noch keine festgelegte Position“, sagt Büttner. Nachdem der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss Mitte August über das Thema diskutierte, habe es weitere Vorbesprechungen gegeben, die Verwaltung trage Informationen zusammen.

Anordnen kann die Stadt ein Tempolimit oder ein Lkw-Fahrverbot ohnehin nicht selbst: Der Landkreis ist die zuständige Verkehrsbehörde. Büttner hofft noch in diesem Jahr auf eine Entscheidung: „Wir bereiten das Thema jetzt auf, damit wir es zur Beratung an die Politik geben können.“

In seinem Antrag hatte Mönkeberg ebenfalls auf die anstehende Fahrbahnreparatur verwiesen: Er fürchtet, danach bremsen die Schlaglöcher potenzielle Schnellfahrer nicht mehr aus. Gefährlich könne das vor allem werden, weil sich neben Betrieben und einer Kindertagespflege auch die Kooperative Gesamtschule mit mehr als 1000 Schülern an dem Straßenabschnitt befindet. Die südliche Bahnhofstraße gilt schon länger als Schlaglochpiste. Sie soll dieses Jahr auf 350 Metern Länge saniert werden – für rund 86 000 Euro die teuerste Einzelmaßnahme im Straßenprogramm.



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