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Bahnfahrer stranden in Weetzen und Springe

BENNIGSEN/SPRINGE. Weil eine Bremse in einem Güterzug festsaß, erreichten Passagiere der S-Bahnlinie 5 am Donnerstagabend mit großer Verspätung ihr Ziel und strandeten vorerst in Weetzen und Springe. Die Strecke zwischen Hannover Flughafen und Paderborn war für eine Stunde gesperrt.

Endstation: Für Passagiere der S-Bahn Linie 5 nimmt die Fahrt ein jähes Ende an den Bahnhöfen Weetzen und Springe. FOTO: CAP

Autor

Bernhard Herrmann Reporter

Grund für die Verspätungen war ein Güterzug, der wegen einer festsitzenden Bremse nicht fahren konnte und für eine Stunde die Gleise blockierte.

Die Strecke war laut Bahn von 21.08 Uhr bis 22.08 Uhr in beide Richtungen gesperrt, weil der Lockführer die Waggons beidseitig abgehen musste, um die Ursache zu ermitteln. Von den Verspätungen und Ausfällen waren laut Bahn insgesamt 14 S-Bahnen betroffen. Die Anzahl der betroffenen Güterzüge, die ebenfalls die gleiche Strecke benutzen, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt. Der Güterzug war von Weetzen in Richtung Springe unterwegs, als er steckenblieb – und für eine komplette Streckensperrung sorgte. Die Folge: Züge von Hannover Hauptbahnhof endeten in Weetzen und fuhren dort los, während Züge aus Hameln in Springe endeten und losfuhren.

Bis zur letzten Fahrt der S 5 zwischen Hannover und Paderborn kam es dadurch zu erheblichen Verspätungen. Hunderte Reisende, die in S-Bahnen auf dem Weg nach Hause waren, wurden von „DB Regio Niedersachsen“ per Twitter informiert. In der ersten Meldung teilte die Bahn über das soziale Netzwerk um 21.20 Uhr Störungen an der Strecke zwischen Bennigsen und Springe sowie Verzögerungen mit.

Gegen 22 Uhr twitterte die Bahn, dass es auch Ausfälle der S-Bahnlinie 2 gebe. Weil keine S-Bahnen zum Flughafen fuhren, konnten von dort keine Flug-Gäste nach Hannover Hauptbahnhof weiterfahren.

Gegen 22.30 Uhr war die Strecke nach Angaben der Deutschen Bahn zwischen Weetzen und Springe wieder eingleisig befahrbar. Es kam jedoch zu Verspätungen und Zugausfällen. Auch dann noch fuhren keine S-Bahnen zwischen Hannover- Hauptbahnhof und dem Flughafen. Eine Viertelstunde später erklärte die Bahn die Strecke zwischen Weetzen und Springe sei wieder frei. Es kam noch zu Verspätungen und Teilausfällen.

Langsam fuhren wieder mehr Bahnen – von Altenbeken zum Flughafen Hannover-Langenhagen, die S 1 von Haste nach Hannover Hauptbahnhof. Die S 5 von Hameln zum Flughafen Hannover-Langenhagen war ab 23.20 Uhr wieder planmäßig im Einsatz – mit einen Ersatzzug.

Gegen 23.30 Uhr konnte ein Busnotverkehr eingerichtet werden, der sich gegen 23.45 Uhr von Hameln nach Paderborn und zurück in Gang setzte. Insgesamt waren für die Deutsche Bahn vier Linienbusse als Notverkehr im Einsatz. Die S 5-Verbindung ab Hameln um 00.20 Uhr zum Flughafen hatte 25 Minuten Verspätung und wartete auf Anschlussreisende aus Richtung Paderborn.

Das Ereignis zeigt, dass ein für rund eine Stunde liegengebliebener Güterzug den gesamten Personenverkehr zwischen dem Flughafen und dem nordrhein-westfälischen Paderborn sowie den Güterzugverkehr kollabieren lassen kann. Bei Pendlern sorgte der Ausfall vielfach Unmut zu Unmut wegen erheblicher Verspätungen.



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