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Blaubasaltsteine zieren die Gabionenkästen in Hamelspringe

Bänke laden zur Rast ein

Hamelspringe. Hamelspringe hat sichtbare Blickfänge bekommen. Zwei schmucke Gabionenbänke zieren den Platz an der Ecke Zur Hamelquelle/Hamelspringer Straße, und eine weitere wurde im Bereich Zur Hamelquelle/Ecke Klosterweg aufgestellt.

Jene aus dem Italienischen (gabbione = Käfig) stammende Bauweise hatte sich die Bürgergemeinschaft Hamelspringe ausgesucht und sowohl Bauausschuss als auch Amtsleiter Uwe Hünefeld hatten dieser Idee zugestimmt. Der Grund: die Mittel für die Dorferneuerung hatte der Straßenbau aufgefressen, und für die geplanten Ruhebänke hatte es nicht mehr gelangt. So nahm die Bürgergemeinschaft unter Leitung ihres Vorsitzenden Lars Herrmann Geld in die Hand und griff zur Selbsthilfe.

Die Bänke wurden der Metallwerkstatt der Jugendvollzugsanstalt Tündern in Auftrag gegeben. Extra stabile feuerverzinkte Körbe entstanden, Sitze und Rücklehnen wurden in sibirischer Lärche ausgeführt. Worauf die Bürgergemeinschaft Wert legte – und damit den Charme des Alten mit Neuem verbindet – sind die Steine in den Gabionen: „Beim Straßenausbau im Dorf kam unter dem maroden Asphalt historisches Pflaster aus Blaubasalt zum Vorschein, das wir nicht einfach dem Bauschutt überlassen wollten“, erläutert Vize-Vorsitzende Priska Speer. Also wurden die Steine auf Anhängern zwischengelagert und jetzt für die neuen Bänke und für jedermann sichtbar verwendet.

Der Bürgersinn zum Dienst der Allgemeinheit ist in Hamelspringe gut ausgeprägt. Speer gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihrer „mobilen Einsatztruppe“ spricht, die sich ein-, bis zweimal im Monat trifft und für die Dorfverschönerung sorgt. Denn: „Wir können die Zusammenarbeit mit der Stadt nur loben, wissen aber, dass die nicht alles im öffentlichen Raum leisten kann. Also packen wir selbst an, wie jetzt beim Aufbau der Bänke.“ Daran waren alle Altersklassen vom 14-jährigen Jannis bis zu aktiven Senioren beteiligt, wie Eberhard Fuhrmann, Clemens Hahn, Rudolf Richter, Klaus Vogt, Hans-Jörg Sondermann, Wolfgang und Oliver Speer, Karl-Heinz Hube, Ewald Witzke sowie Lars Herrmann. Mit einem leckeren Frühstück hatten Priska Speer, Elke Koffmane und Susanne Bubat-Hahn die fleißigen Zupacker bei guter Laune gehalten, denn die Sonne meinte es auch sehr gut mit den Hamelspringern.

Jannis zeigt die verbauten Pflastersteine, die das Zusammenspiel von Alt und Neu symbolisieren sollen. gho



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