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Pollhäger wollen keine regelmäßigen Zuschüsse

Badewonne: Nur einmalige Hilfe

Pollhagen. Als erste Kommune der Samtgemeinde Niedernwöhren hat Pollhagen öffentlich zu dem neuen Modell für den Erhalt der Badewonne (wir berichteten) in Nordsehl getagt. In der Ratssitzung diskutierten die Fraktionen über eine Beteiligung an einer entsprechenden Gesellschaft. Der Tenor: Die Politiker können sich ein einmaliges finanzielles Engagement unter bestimmten Umständen vorstellen. Einen Rettungsring für die Zukunft bedeutet dies wohl nicht, denn eine dauerhafte Beteiligung an den laufenden Kosten des Schwimmbades wurde nicht in Erwägung gezogen.

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Zuvor war den Mitgliedskommunen ein Schreiben der Samtgemeinde zugegangen, in dem Samtgemeindebürgermeister Marc Busse auf die Rahmenbedingungen hinwies und darum bat, das Thema in den Gremien zu besprechen und gegenüber der Samtgemeinde Stellung zu nehmen. „Die Samtgemeinde Niedernwöhren möchte das Hallenbad Nordsehl ,Badewonne‘ erhalten und erfolgreich weiterführen. Dazu soll eine GmbH bestehend aus mehreren Gesellschaftern gegründet werden“, heißt es in dem Schreiben und weiter: „Eine grundlegende Sanierung/Erweiterung des Hallenbades soll durch die GmbH erfolgen, um die Zukunftsfähigkeit der Badewonne zu sichern.“

Busse, auch Gemeindedirektor von Pollhagen, fragte den Gemeinderat, ob er sich eine dauerhafte oder einmalige Unterstützung vorstellen könne. Er gab aber zu bedenken, dass alle Niedernwöhrener Mitgliedsgemeinden bereits über die Samtgemeindeumlage an der Finanzierung der Badewonne beteiligt seien.

„Eine einmalige Summe ohne Anschlussverpflichtung“ könnte Fraktionssprecher Roman Stadie für die SPD akzeptieren. CDU-Sprecher Heinrich Möller-Lindenberg ist skeptischer. „Die Badewonne hat seit acht Jahren versucht, jemanden zu finden, das ist immer fehlgeschlagen. Es ist die Frage, ob wir dieses Risiko eingehen sollen“, sagte er. Auch WGP-Sprecherin Véronique Berg wollte nicht so schnell zusagen. „Wir können uns beteiligen, wenn die anderen auch mitmachen“, meinte Berg. Aber momentan wisse niemand, wohin die Reise gehe. Dem Rat lägen zudem keine belastbaren Zahlen vor, sodass alles „sehr vage“ sei.

Stadie sprach sich dennoch dafür aus, einen Beschluss für die Unterstützung der Nordsehler Badewonne zu treffen. „Wir sollten als Rat sagen, dass wir bereit sind, zu helfen.“ Bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen sprach sich die Mehrheit dafür aus, sich an einer GmbH „in vertretbarem finanziellen Rahmen zu beteiligen“ – ohne Anschlusspflichten. bab

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