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Gras wächst und wächst: Samtgemeindeausschuss vergibt Aufträge - aber Verwaltung will weiter über Preise verhandeln

Bad Nenndorf - die Stadt im Grünen: Alles wuchert zu

Samtgemeinde Nenndorf (rwe). Auf den Rasenflächen der Stadt Bad Nenndorf und der Samtgemeinde Nenndorf darf das Gras weiter kräftig wachsen. Der Samtgemeindeausschuss hat am Donnerstag zwar die Aufträge vergeben, doch die Verwaltung hat gestern noch einmal mit den Anbietern versucht, über Preise zu verhandeln. Frühestens am Mittwoch kann der Rasenschnitt beginnen, in der Stadt vermutlich sogar später.

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Die Geschichte um die ungemähten Grünflächen in Nenndorf nimmt langsam skandalöse Züge an. Dass die Verwaltung mit der Vergabe in Verzug kommt, ist offenbar ein hausgemachtes Problem. Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese schiebt die späte Vergabe zwar auf den umfangreichen Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen Eigenregie und Fremdvergabe. Allerdings dürfte schon mit dem Haushaltsbeschluss im Januar klar gewesen sein, dass für dieses Jahr eine Übernahme der Pflege durch den Bauhof nicht mehr möglich war. Dennoch tat sich wochenlang nichts im Bauamt, um unabhängig von der Grundsatzfrage zumindest die Mäharbeiten für 2008 rechtzeitig sicherzustellen. Am 11. April begann die Ausschreibung, das Ende der Zuschlagsfrist ist auf den 14. Mai terminiert - da dürften die meisten Landschaftspfleger schon viermal gemäht haben. "Wir machen nächste Woche auf vielen Grundstücken schon den fünften Schnitt", sagt Gartenbauer Dirk Seifert aus Horsten, einer von gerade mal zwei Bewerbern. Jedenfalls hat der Samtgemeindeausschuss nun Seifert den Zuschlag für die Flächen in der Stadt Bad Nenndorf gegeben. Aber obwohl die Vergabe überfällig ist, hält die Verwaltung den Auftrag noch zurück und will noch über Details verhandeln. Dabei geht es vor allem um den ersten Schnitt des hohen Grases. Die Samtgemeinde wolle ihm den Mehraufwand nicht erstatten, sagt Seifert. Ohnehin sei für ihn die Kalkulation hinfällig. Die hatte er gemäß der Ausschreibung auf 20 Durchgänge erstellt. "Das werden allerhöchstens noch 17." Etwas günstiger scheint die Lage für die restliche Samtgemeinde. Die öffentlichen Rasenflächen dort soll der Rodenberger Stefan Böhm mit seinem Betrieb pflegen. Er trifft sich am Dienstag um 11 Uhr mit dem Bauamtsleiter. Geht dann alles klar, könnten spätestens ab Mittwoch die Großmäher ihre Runden drehen. Vorausgesetzt, es regnet dann nicht.



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