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Bad Münder wird dieses Jahr wieder viel Gewerbesteuer einnehmen

BAD MÜNDER. Wenn man diesen Balken anschaut, dann hat das ein bisschen was von Achterbahn: Der Absturz von vier auf knapp zwei Millionen Euro in einem Jahr. Dann ein langsamer Anstieg, bevor es wieder runter- und gleich wieder hochgeht:

Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer bleibt auch im auf Kante genähten Haushalt von Bad Münder eine kaum planbare Größe.

Gabriele Schmidt, die in der Verwaltung für diesen Bereich zuständig ist, hat in den vergangenen Wochen mit leichtem Grausen nach Hameln geschaut: Dort tauchte plötzlich eine Gewerbesteuer-Rückzahlung in Höhe von 20 Millionen Euro auf; einen großen Teil muss die Stadt wohl schon kurzfristig aufbringen: „In der Größenordnung würde uns das hier umhauen“, sagt Schmidt. Aber auch schon kleinere Ausschläge können in Bad Münder einen großen Unterschied machen: Zuletzt etwa konnte die Stadt im Jahr 2015 mit einer unerwarteten Nachzahlung eines Unternehmens die 4-Millionen-Marke knacken. Die Korrektur stammte aus den Jahren 2006 bis 2008, die erst dann bei Firma und Finanzamt vollständig abgerechnet waren. Schmidt freute sich – aber sie weiß auch: „So etwas kann uns natürlich auch in die andere Richtung passieren.“

In diesem Jahr ist die Entwicklung ähnlich: Eine einzige, ebenfalls nicht eingeplante Nachzahlung sorgte dafür, dass die Stadt momentan mit etwa 3,7 Millionen Euro über dem für das Jahr eingeplanten Wert landete. „Wenn wir das wieder rausrechnen, hätten wir das nicht geschafft“, sagt Schmidt.

So kann Bad Münder am Ende des laufenden Jahres auf den drittbesten Gewerbesteuer-Wert seit 2008 hoffen – Tiefpunkt seitdem war dagegen das Jahr 2010 mit nur 1,68 Millionen Euro.

Dass die Ansiedlung möglichst vieler Unternehmen ebenfalls kein Garant für eine höhere Gewerbesteuer ist, zeigt der Blick auf eine weitere Statistik: Die listet für Bad Münder im Jahr 2017 662 Gewerbesteuerfälle auf. Das sind Firmen, die theoretisch Gewerbesteuer zahlen müssten. Von ihnen sind demnach aber nur 251 tatsächlich Gewerbesteuerzahler: Der Großteil hatte also aus verschiedenen Gründen keinen zu versteuernden Gewinn zu verzeichnen.

Eine Ausnahme ist das laufende Jahr da nicht: Oft lagen beide Zahlen zuletzt sogar noch weiter auseinander.



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