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Bad Münder: Eine Fußgängerzone – zwei Meinungen

BAD MÜNDER. Die einen sagen: Wir brauchen ein Parkkonzept! Die anderen sagen: Das reicht nicht! Dass sich die Mehrheitsgruppe im Rat und die Opposition uneins sind, wie man die Innenstadt belebt, hat man schon vor der Sommerpause beobachten können. In der kommenden Woche wird dieser Konflikt wieder zutage treten.

Parkkonzept, neue Verkehrsführung – nach der Sommerpause wird der Streit um die Fußgängerzone weitergehen. Foto: Archiv
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Denn am Donnerstag, 10. August, trifft sich der Verwaltungsausschuss zur ersten Sitzung nach den großen Ferien. Hinter verschlossenen Türen wird es in dem Gremium dann nicht nur um den mehrere Monate alten Antrag der CDU zur Innenstadt gehen. Behandelt wird auch eine Art Gegenantrag der Mehrheitsgruppe. Das kündigte Helmut Burdorf (Grüne) jetzt auf Anfrage der NDZ an.

Die CDU will, dass die Verwaltung ein Parkplatzkonzept erstellt: mehr Kurzzeit-Parkplätze und vor allem mehr Kontrollen. Die Fußgängerzone selbst solle nicht angefasst werden. Das aber sehen die Überlegungen der Mehrheitsgruppe und vor allem ein entsprechender Vorstoß von Burdorf vor, der die Zone im Süden der Marktstraße verlängern und dafür die Echternstraße befahrbar machen möchte.

Entscheidung über
das Gesamtpaket

Der neue Antrag, den Burdorf nun für die Gruppe ankündigt, wendet sich gegen den Vorstoß der CDU, der zwar schon im Mai gestellt wurde, aber aus Sicht der Stadt nicht mehr rechtzeitig für eine Abstimmung vor der Sommerpause kam. Die Gruppe wolle damit erreichen, dass eine Entscheidung über das weitere Vorgehen nicht nur im Gesamtpaket für die ganze Innenstadt fällt, sondern auch, dass zunächst die Gespräche und öffentlichen Termine mit dem eigens von der Stadt eingekauften Experten Lothar Zacharias abgewartet werden: „Wir wollen alle verfügbaren Infos sammeln und dann entscheiden“, sagt Burdorf: „Wenn die CDU jetzt schon weiß, was das Beste ist...“

Dass sich eine Entscheidung zu Veränderungen in der Innenstadt damit noch weiter verzögert, weiß Burdorf. „Ich hätte gerne auch noch vor dem Sommer die Entscheidung getroffen.“ Man müsse nun noch ein wenig warten, bis Zacharias alle nötigen Informationen gesammelt und man sich dann mit ihm auf einen Termin für die öffentliche Veranstaltung zum Thema geeinigt habe.

Doch selbst danach könnte es noch eine ganze Weile dauern, bis etwas passiert: Denn eine mögliche Variante ist ja auch, die Fußgängerzone erst mal probeweise für mehrere Monate zu öffnen. Dafür eignen sich mit Blick auf die Zahl der Innenstadtbesucher jedoch eher die warmen Monate. Demnach könnte die endgültige Entscheidung erst Ende 2018 fallen – und mögliche Maßnahmen erst danach umgesetzt werden.



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