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Kupschus entlockt Janke-Orgel Klangfarben

Bach-Kontraste in der Stadtkirche

Bückeburg. Kai Kupschus aus Steinhude war bei der monatlichen "Orgelmusik zur Einkehr" in der Stadtkirche wieder einmal gern gehörter Gast.

Autor:

Dietlind Beinßen

Der Solist hatte die Triosonate ,BWV 523, sowie Praeludium und Fuge, BWV 552, von Johann Sebastian Bach gewählt. Diese unter Einsatz zahlreicher virtuoser Möglichkeiten der Janke-Orgel vorgeführten Werke harmonierten in ihrer gemeinsamen Tonart Es-Dur. Vorweg sei gesagt: Die Wahl kam dem Interpreten spürbar entgegen. Für Gefallen sorgte er vor allem mit der leichtflüssigen und sanglichen Triosonate, in der sich Feinheit mit höchster Polyfonie trifft, und deren wohlproportionierte Tempoabstufungen sowie die Biegsamkeit der bisweilen Streicher gleichen Töne ansprachen. Das Ergebnis dieses mit kammermusikalischer Durchsichtigkeit präsentierten Bachs war eine beseelte Klangschönheit, die auch in typisch orgelmäßigen Partien nicht ihre kantable Variabilität ablegte. Dass Kupschus bei alledem den Wunsch des Komponisten auf Einhaltung einer klar gezeichneten, stimmigen Linearität nicht aufweichte, verstand sich von selbst. Bei dem majestätisch dargebotenen Praeludium und der dazugehörigen Fuge Es-Dur, BWV 552, wurden kulinarische Höhepunkte aneinandergereiht, erhielt die Wiedergabe zunehmend Struktur und Farbe. Der Steinhuder ging nämlich mit Kraft und Schwung zur Sache, ließ den aparten Dispositionen dennoch genügend Facetten zuteilwerden. Seine gebundene Spielweise der Fuge mag Geschmacksache sein, passte sich aber der Akustik des Gotteshauses an. So folgten die beiden großen Orgel-Kompositionen unmittelbar aufeinander und wurden harmonisch zusammengehalten. Abermals outete sich Kai Kupschus an diesem Vormittag als nachdrücklicher Gestalter für die unterschiedlichsten Motive, der die Ausdrucksmittel der Janke-Orgel souverän einsetzte.




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