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Konferenz im Nenndorfer Rathaus: Es geht um die Kosten / FDP fordert "Variante 3"

B 65-Ausbau: Landrat bittet zum Gespräch

Bad Nenndorf (rwe). Die Diskussion um den 2+1-Ausbau der Bundesstraße 65 bei Bad Nenndorf bleibt in Fahrt. Am 14. April kommt Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier samt Planern, um über die Kosten und die Varianten am Knotenpunkt Drei Steine zu sprechen. Die Bad Nenndorfer FDP fordert, dass die Ratspolitiker dabei nicht nur das Geld im Auge haben dürften, sondern auf die öffentlich wenig diskutierte "Variante 3" als beste Lösung für den Kurort bestehen sollten.

Andreas Fedler. Foto: rwe

Die Initiative geht vom Landkreis aus, die Einladungen kommen aus dem Rathaus. Am 14. April um 17 Uhr sitzt Heinz-Gerhard Schöttelndreier mit den Spitzen der Bad Nenndorfer Fraktionen in Sachen B 65-Ausbau zusammen. "Um das Thema zu erörtern", wie es Kreispressesprecher Klaus Heimann allgemein formuliert. Ausgangspunkt dazu dürfte ein Beschluss des Verwaltungsausschusses der Stadt sein, der nun gutachterlich prüfen lässt, ob die vom Landkreis angekündigte Beteiligung von 3,2 Millionen Euro überhaupt gerechtfertigt ist. An dem Nachmittag gehe es um die "Kostenverteilung", bestätigt Heimann. Aber der Landrat wolle auch die Unterschiede zwischen den Varianten deutlich machen. Bekanntlich hat sich die Kreisverwaltung bereits auf die "Variante 4" festgelegt (wir berichteten). "Die Unterlagen werden vorbereitet", so Heimann. Das Planfeststellungsverfahren sei aber noch nicht angelaufen. Daher solle es auch weiterhin Gespräche geben. Das fordert auch die Bad Nenndorfer FDP. Deren Vorsitzender Andreas Fedler freut sich, dass der Gutachter-Beschluss den Landkreis irritiert und wieder Bewegung in die Debatte gebracht habe. Er sieht die "Variante 3" als die Lösung an, die den Wünschen der Kurstadt am ehesten Rechnung trage. Diese führe über die vorhandene Trasse und erhalte weitgehend "die historische Verbindung" zwischen Rodenberg und Bad Nenndorf. Fedler: "Dafür haben wir uns deutlich ausgesprochen." Für den Ratsherrn kommt eine millionenschwere Beteiligung, wie sie der Landkreis ausgerechnet hat, ohnehin nicht in Frage. "Das können wir nicht schultern. Wir wollen den Ausbau auch nicht." Allerdings macht er sich Sorgen, die großen Fraktionen könnten nur auf das Geld schauen und bei einer Freistellung dem Landkreis-Entwurf zustimmen. "Wir müssen sorgfältiger mit dem Thema umgehen und die Folgen prüfen", mahnt er auch mit Blick auf viele Händler. Diese befürchten Kundenverluste bei der eher umständlich wirkenden "Variante 4" mit der doppelten Kreiselführung. Der Rat sei es den Menschen schuldig, auf die beste Lösung für die Stadt zu drängen, betont Fedler. "Wenn das Bauwerk erstmal da steht, dann steht es da für Generationen."



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