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Rodenberger Umgehung bleibt im Planfeststellungsverfahren zum 2+1-Ausbau außen vor

B 65: Zwei Knotenpunkte - zwei Verfahren

Bad Nenndorf/Rodenberg (rwe). Mit der Verlegung des Knotenpunktes Drei Steine um 250 Meter nach Süden scheint der Landkreis für den 2+1-Ausbau der B 65 bei Bad Nenndorf einen gangbaren Kompromiss gefunden zu haben. Die Vision derörtlichen Politik, gleich die Rodenberger Umgehungsstraße mit anzubinden, ist nach Ansicht der Planer aus der Kreisverwaltung und Straßenbauverwaltung nicht zu verwirklichen. Bis Ende 2008 soll das Planfeststellungsverfahren für die B 65 abgeschlossen sein.

Die Straßenbauverwaltung will sich auch um die Einmündung der Ro

Als "fast konsensfähigen Lösung" präsentierte Baudezernent Karl-Erich Smalian die neuen Pläne zum Ausbau der B 65 (wir berichteten), wobei er für den Abschnitt bei Bad Nenndorf kaum noch mit Widerstand rechnet. Durch das Verlegen des Knotenpunktes Drei Steine um 250 Meter gen Rodenberg wird die Trasse auf insgesamt 1,6 Kilometer Länge in Richtung Süden verschwenkt. Künftig fließt der Durchgangsverkehr ohne Ampelstopp über eine etwa fünf Meter hohe Brücke am Ortseingang vorbei, zudem abgeschirmt durch eine Lärmschutzwand oder einen Wall. Die Rodenberger Allee als Verbindung nach Bad Nenndorf und Rodenberg läuft unter durch. Noch gibt es für den keine detaillierten Pläne für den neuen Abschnitt, der dann zwischen dem Vogelpark und dem ehemaligen Ölhandel Homeier die heutige B 442 kreuzen dürfte. Deshalb sind die Kosten für den Bereich auch nicht ermittelt. Diplom-Ingenieur Ralf Ottermann vom Planungsbüro Kirchner aus Stadthagen ließ sich denn auch nur "überschlagsweise" eine Gesamtsumme von 20 Millionen Euro entlocken. Im Bauausschuss des Kreistages gab es dennoch wenig Kritik am beabsichtigten Bauwerk. Vielmehr wurde die Planung mit Blick die häufigen Unfälle auf der A 2 mit der B 65 und B 442 als Ausweichstrecke als unausweichlich eingeschätzt. "Wir haben mehr erreicht, als wir uns je erträumt haben", sagte Kreistagsabgeordnete Heinrich Oppenhausen aus Apelern im Bezug auf den Abschnitt zwischen Beckedorf und A 2. Er störte sich nur an dem Verbindungsstück zwischen Bückethaler Landwehr und der Autobahnzufahrt, darüber sollten sich die Planer noch einmal Gedanken machen. Auch CDU-Politiker Otto Lattwesen, Bürgermeister in Hohnhorst, lobte die Lösungen für die Knotenpunkte bei Riepen und Drei Steine als sinnvoll und richtig. Er erinnerte an die schweren Unfälle. "Wir treffen damit die Schwerpunkte." Doch nicht alle sahen in dem neuen Entwurf der Weisheit letzter Schluss. Der Rodenberger Ratsherr und WGS-Kreispolitiker Ralf Sassmann regte an, gleich die Rodenberger Umgehung "vernünftig" mit anzubinden. Durch die bereits in der Vergangenheit diskutierte Vorfahrtsregelung staue sich der Verkehrs bei Unfällen an der Einmündung viele hundert Meter weit. Doch der Knotenpunkt der B 442 mit der Allee bleibt in dem Planfeststellungsverfahren zum 2+1-Ausbau außen vor. Das betonten die Behördenvertreter. Markus Brockmann, Leiter der Straßenbauverwaltung, sagte zu, dass für den Bereich zugleich an einer Lösung gearbeitet wird. "Wir kümmern uns darum." In welcher Form ließ er aber offen. Brockmann verwies auf Ergebnisse einer Zählung im Auftrag der Stadt Rodenberg. Danach ist die Verkehrsbelastung in Richtung Rodenberg vergleichbar mit der auf der Umgehungsstraße.

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