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Bereits jetzt 122 885 Euro an Stiftungsvermögen gezeichnet / Vorstand und Aufsichtsrat gewählt

"Awo-Stiftung Schaumburg" geht an den Start

Landkreis (mw). Die Arbeiterwohlfahrt Schaumburg (Awo) ist ihrem Ziel, eine Stiftung zu gründen, einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Auf der Gründerversammlung wurden Vorstand und Aufsichtsrat gewählt. Das Stiftungsvermögen beläuft sich auf 122 885 Euro. Nun fehlt nur noch die offizielle behördliche Anerkennung, die als Formsache gilt.

Bernd Hellmann (v.l.), Manfred Dobrowolski, Ernst Kastning und M

40 Stifter in Form von Privatpersonen und Firmen - darunter zwei Kreditinstitute - habe man bislang für die "Awo-Stiftung Schaumburg" gewinnen können, hat sich Vorsitzender Ernst Kastning gefreut. Knapp 20 Stifter haben dem offiziellen Akt beigewohnt. Von 500 Euro bis zu "Beträgen in anderen Größenordnungen" reiche die Bandbreite der von den 40 Stiftern eingezahlten oder aufgrund von Stiftungsverpflichtungen noch eingehenden Gelder, berichtete Kastning. An privaten Spenden seien zudem Beträge von 20 bis 15 000 Euro beigesteuert worden. Wenn alle Verpflichtungen eingehen, werde man in den nächsten Monaten über ein Stiftungsvermögen in Höhe von 122 885 Euro verfügen, ergänzte Heinz Janzen, der die Stiftungskonten bislang treuhänderisch geführt hatte. Der Awo-Anteil am Gesamtbetrag belaufe sich auf 72 576 Euro und sei auf der Kreis- und Ortsverbandsebene der Awo zusammengekommen, so der Steuerberater. In letzterem Betrag seien "ganz erheblich Mitgliederleistungen enthalten", betonte Kastning. Der Kreisverband selbst habe sich seinen Anteil "aus dem Fleisch geschnitten". Die Erträge aus dem Stiftungsvermögen sollen satzungsgemäß für gemeinnützige, wohltätige Maßnahmen und Projekte verwendet werden. Hierunter fallen etwa Integrationsarbeit für Menschen mit Migrationshintergrund, Tätigkeiten auf allen Gebieten der sozialen Arbeit, der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens sowie Aufklärungs- und Integrationsarbeit. Aber: Die Awo-Stiftung "kann und soll auch nicht" die öffentliche Finanzierung ersetzen, stellte Kastning klar. Geleitet wird die Stiftung nun von einem Vorstand, in den bei der Versammlung Heidemarie Hanauske (Awo-Kreisgeschäftsführerin), Janzen und Marianne Mang (Finanzbuchhalterin Awo-Kreisverband) berufen wurden. Als Aufsichtsgremium fungiert ein Stiftungsrat. Als Mitglieder wurden Kastning, der Stadthäger Bürgermeister Bernd Hellmann, Michael Joop (Vorstand der Volksbank Hameln-Stadthagen), Manfred Dobrowolski(Arzt) und die nicht anwesende Helma Hartmann-Grolm (stellvertretende Landrätin) ernannt. Bei den vorbereitenden Arbeiten zur Stiftungsgründung seien ihm "doch vorübergehend leise Zweifel am Gelingen dieses Vorhabens" gekommen, verriet Kastning eingangs. So habe es etwa "kluge Ratgeber" gegeben, die ihm vorgeschlagen haben, Spendengeld lediglich zu sammeln, um diese bei Bedarf zur Verfügung zu haben, anstatt das Geld in eine Stiftung zu geben. Eine bloße Spendenrücklage berge jedoch auch ein gewisses Risiko hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Awo, erläuterte Kastning. Das in der Stiftung angelegte Kapital sei den Awo-Vorständen für den unmittelbaren Verbrauch indes "entzogen". Zum Abschluss informierte Hanauskeüber die weiteren formellen Schritte auf dem Weg zur Stiftung. Dabei zeigte sie sich optimistisch, dass der Awo die Stiftungsurkunde noch im Dezember zugeht.

Der Stiftungsvorstand: Heidemarie Hanauske (v.r.), Heinz Janzen
  • Der Stiftungsvorstand: Heidemarie Hanauske (v.r.), Heinz Janzen und Marianne Mang.


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