weather-image
Am Sonnabend verdirbt Dauerregen den Spaß / Erst am Sonntag kommt die Sonne heraus und lockt Besucher in die Stadt

Autos sind wetterfest - Autoschaubesucher aber nicht

Rinteln (wm). Autos sind wetterfest, deshalb baut man sie ja. Und im Goretex-Zeitalter sollten das Besucher einer Autoschau auch sein - doch was Petrus am Wochenende geboten hat, Dauerregen, Hagelschauer, das hielt doch viele in ihren vier Wänden fest. Ein Bäcker auf der Autoschau hatte dann mit Sinn für sarkastischen Humor die passende Musik aufgelegt: "Skifahrn..." Erst am Sonntagnachmittag, als sich die Sonne hervorwagte, füllten sich Fußgängerzone, Markt- und Kirchplatz.

0000482701.jpg

Wer zu Hause geblieben ist, hat tatsächlich manchen Hingucker verpasst, nicht nur bei den neuesten Automodellen. Der "Hingucker" auf dem Kirchplatz war knallgelb und platzraubend: Ein Hummer, der ultimative 365-PS-Geländewagen. Doch den wollte Torsten Ruhe gar nicht anpreisen, sondern das, was das Supermobil am Haken hatte: Einen Ausstellungswagen mit den Produkten des Rintelner Unternehmens, das Carports, Schwimmhallen und Überdachungen aus Aluminium und Kunststoff baut. Und als aktuelles Produkt ein Garagentor, das sich wie ein Rollo zusammenschiebt - alle, die noch die altertümlichen Schwingtore bewegen, die manchen Außenspiegel auf dem Gewissen haben, werden diese Innovation zu schätzen wissen. Für die Ökofraktion ließ Ruhe noch wissen: "Der Hummer wird auf Gasantrieb umge- baut." Ein Hingucker war auch das silberglänzende Wohnmobil im Weltraum-Look, made in USA, in dem Optik Weyrauch zum Hörtest einlud. Die Klientel für Hörgeräte werde immer jünger, verriet Gabriele Büsching, das sei ein Tribut an Discolärm und neben der Bassröhre verbrachte Open- Air-Konzerte. Die gute Nachricht: Hörgeräte sind nicht nur so gut wie unsichtbar, sondern können inzwischen auch "authentische Töne" vermitteln.Das zu beurteilen, ist wohl kaum jemand kompetenter als Gabriele Büsching selbst: Sie trägt eins. Wenn ein großes Boot mit zwei gewaltigen Außenbordern mitten auf der Brennerstraße steht, kann das eigentlich nur das Technische Hilfswerk sein. Die THWler sind stolz auf "Friedel", so benannt nach dem verstorbenen THW-Boss Friedrich Kühnemund. Noch ist "Friedel" so gut wie nagelneu und hat noch keinen Einsatz hinter sich, wie Rainer Jagata erläuterte. Klettern musste, wer sich auf den Sitz des Claas- Arion schwingen wollte, den Frank Bücher am Marktplatz geparkt hatte. Wer allerdings oben war, musste keinen Komfort vermissen. Die Kabine ist klimatisiert und vollgefedert. Der Bauer braucht keinen Kaugummi mehr, um beim Pflügen das Gebiss ruhig zu halten. 50 Stundenkilometer läuft der Koloss, hat Automatikgetriebe und einen Preis: ab 80 000 Euro. Wer als Handwerker unterwegs ist, hat seine halbe Werkstatt im Auto dabei. Wie verstaut man das sperrige oder empfindliche Equipment in einem normalen PKW? Das zeigte Stefan Laudt von der Sortimo Fahrzeugeinrichtung aus Hannover. Die Firma baut ein, was der Handwerker braucht: Staukästen, Heiz- wie Kühlelemente, Heckzelte und extra Stromanschlüsse. Selbstverständlich haben sich alle Autohändler auch Gedanken gemacht, wie ihre Kundschaft den neuen Wagen bezahlen soll. Und da gab es eine ganze Palette von Angeboten von 20 Prozent Messerabatt über exklusive Leasingangebote. Wie formulierte das ein BMW-Verkäufer: "Wer legt heute schon noch 24 000 Euro auf den Tisch, wenn er so einen Wagen auch für 122 Euro im Monat bekommen kann?"



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt