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GPS steuert Planiermaschinen / Großbaustelle wird voraussichtlich Ende September aufgelöst

Autobahnbau mit Unterstützung aus dem All

Auetal (la). Die Bauarbeiten auf der Autobahn gehen gut voran. Am Montag hat Joachim Habenicht von der Firma Papenburg das Erdplanum (die mit technischen Mitteln hergestellte, planierte Oberfläche eines Baugrundes) abgenommen. Nur drei Zentimeter Höhendifferenz sind zulässig. Für Nebeusa Mandic, der vor Ort für die Ausführung der Arbeiten verantwortlich ist, kein Problem. "Wir arbeiten GPS-gesteuert. Da kann nicht mehr viel falsch laufen", erklärt der Straßenbauarbeiter.

Das Schild der Planiermaschine wird per GPS (Global Positioning System) gesteuert und so genau die richtige Menge Erde abgeschoben. "Alles im grünen Bereich", kann Habenicht bestätigen. In Teilbereichen wird auf das Erdplanum bereits eine Frostschutzschicht aufgetragen. Darauf folgen dann in Kürze die bituminöse Tragschicht, eine Binderschicht, die Sanischicht (Dichtungsschicht) und zum Schluss OPA - der offenporige Asphalt. Überhaupt laufen die Bauarbeiten besser, als im Zeitplan vorgesehen. "Wir werden die Großbaustelle voraussichtlich Ende September auflösen können", hofft Uwe Köcher von der örtlichen Bauüberwachung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover. Dann könne der Verkehr in Richtung Hannover wieder dreispurig rollen. In Richtung Dortmund müssten noch die Lärmschutzwände aufgestellt werden. "Das geschieht aber erst Mitte November", so Köcher. Dazu würden dann die neue Standspur und der Hauptfahrstreifen gesperrt. "Zwei Spuren bleiben aber frei", so Köcher. Die Brückenbauten am Deckberger Pass und an der Unabhängigkeitsstraße sind fast fertiggestellt. Hier werden noch Entwässerungsarbeiten vorgenommen, Treppen gebaut und Geländer. Auch die Abfahrt Bad Eilsen Ost (Obernkirchen) wird derzeit saniert. Zwei fünf Meter hohe und etwa 60 Meter lange Gabionenwände dienen als Anschlüsse für die Lärmschutzwände und als Übergang in die Taleinschnitte. Die Wände sehen aus wie kleine Kunstwerke. In Gittern wurden Sandkerne eingelassen und diese mit kleinen Steinen verkleidet. "Bislang hat es auf der Großbaustelle keine Unfälle mit dem Baustellenpersonal gegeben, und wir hoffen, dass dies bis zum Ende der Bauarbeiten so bleibt", sagte Köcher. Allerdings habe es zahlreiche Diebstähle gegeben. "Material und bis zu 700 Liter Diesel an einem Tag wurde uns gestohlen", so Köcher. Abends müssten die Diebe mit Fahrzeugen und Anhängern auf die Baustelle gefahren sein, um Material aufzuladen oder Diesel aus den Baumaschinen abzustapfen. "Bislang haben wir niemanden erwischt, aber wehe wenn", droht Köcher. Wenn Ende September die Großbaustelle aufgelöst wird, kann es noch einmal zu größeren Behinderungen kommen. "Wir müssen die Stahlwand entfernen und die gelben Markierungen. Allerdings wird das nachts gemacht", so Köcher.




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