weather-image
14°
Ortsrat Evesen plädiert für abgespeckte Variante / Städtischer Anteil: 356000 Euro

Ausbau der Schaumburger Straße wird bis zu 890 000 Euro kosten

Evesen (bus). Der Ortsrat Evesen hat sich einmütig für eine abgespeckte Variante des Ausbaus der Schaumburger Straße ausgesprochen. Der von der Einmündung "Hoher Weg" bis zur NRW-Landesgrenze reichende Abschnitt soll für insgesamt 890 000 Euro hergerichtet werden. Die Option, außerorts einen separaten Radweg nebst eigener Brücke über die Bückeburger Aue zu errichten, soll in Gesprächen mit der Stadt Minden geprüft wer den.

0000492062.jpg

Baubereichsleiter Karlheinz Soppe präsentierte den Lokalpolitikern zwei denkbare Alternativen. Die von den Ortsratsmitgliedern favorisierte Variante sieht eine Erneuerung der Aue-Brücke, eine 5,50 Meter breite Fahrbahn, einen innerörtlichen Gehweg auf der Nordseite und eine Mittelinsel am Ortsausgang vor. Vorteile laut Soppe: Geringe Ausbaubreite, weniger Versiegelung, geringere Baukosten, kein wesentlicher Grunderwerb, weniger Unterhaltung, Fahrverkehr wird gebremst. Als Nachteil machte der Experte lediglich eine geringe Gefährdung für Radfahrer aus. Die um 200 000 Euro kostspieligere Variante 2 würde nicht nur erheblich mehr Geld für Grunderwerb, Bau und Unterhaltung erfordern sondern auch die Landschaft stärker versiegeln und vermutlich höhere Fahrgeschwindigkeiten provozieren. Da die "Schaumburger" im Flächennutzungsplan als Hauptverkehrsstraße ausgewiesen ist, steht eine Förderung in Höhe von 60 Prozent zu erwarten. Was den städtischen Anteil der Baukosten auf 356 000 Euro reduziert. Als erstes soll die Erneuerung der Aue-Brücke (Kostenpunkt: 210 000 Euro) in Angriff genommen werden. Das marode Viadukt wurde jüngst für Fahrzeuge mit mehr als 1,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt. "Falls hier nicht bald etwas geschieht, müssen wir die Brücke komplett sperren", verdeutlichte Soppe die Dringlichkeit. Hinsichtlich des außerörtlichen Radwegs würde der Eveser Ortsrat eine Anbindung auf westfälischer Seitebegrüßen. Während der Erörterung machte Ortsbürgermeister Horst Schwarze darauf aufmerksam, dass in der Ortschaft womöglich zusätzliche umfangreiche Baumaßnahmen zu erwarten sind. Die Bahn AG habe signalisiert, die Situation an beschrankten Übergängen, wie sie im Verlauf der Eveser Straße anzutreffenist, neu zu überdenken. Erste Gespräche sollen im September erfolgen.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare