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Ecke Fußgängerzone/Neumarktstraße: Kein neuer Zebrastreifen / Ausschuss: Tempo 30 prüfen

Aus Sicherheitsgründen bleibt es gefährlich

Obernkirchen (rnk). Die Situation, die Horst Sassenberg (CDU) im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt entwickelte, entbehrte nicht einer gewissen Komik. Wenn also ein Senior, ein älterer Mitbürger, bei ihm vorspreche und darüber klage, dass an der Ecke Neumarktstraße und Fußgängerzone der Zebrastreifen nicht mehr vorhanden ist und sich der Senior daher beim Überqueren der Landesstraße an dieser Stelle unsicher fühlt, dann müsse er, Sassenberg, dem Senior sagen, gerade wegen seiner Sicherheit gebe es dort keinen Zebrastreifen. Sassenberg fragte, sicherheitshalber sozusagen, noch einmal nach: "Dass habe ich doch richtig verstanden?"

Er hatte. Und konnte sich problemlos mit diesem Wissen in die Praxis versetzen: "Das erzähl' mal den Leuten!" Für Sassenberg war es eine "Farce", die am wahren Leben weit vorbeigeht: "Die Experten, die noch gut zu Fuß sind, die erzählen das." Der Reihe nach. Die meisten Ausschussmitglieder konnten sich gut erinnern, dass es hier einmal eineÜberquerungshilfe gegeben hatte. Der noch heute sichtbare Beweis: Die Fußgängerzone ist an dieser Stelle abgeflacht. Wer den Zebrastreifen warum und wann entfernt hat, interessierte aber im Ausschuss nicht so sehr wie die Frage, ob man wieder einen anlegen kann. Die einfache Antwort: Nein, kann man nicht. Die Begründung: Weil er ein Sicherheitsgefühl vorgaukeln könnte, das an dieser Stelle trügerisch sein könnte - hier wird meistens (zu) schnell um die Ecke gebogen. Bernhard Watermann konnte als stellvertretender Verwaltungschef von diversen Telefonaten mit dem Landkreis berichten, die er in dieser Angelegenheit geführt habe - alle vergeblich. Bei einem Lokaltermin im Rahmen der Schulwegsicherung mit Vertretern der Eltern, Polizei Rintelner Straßenmeisterei und Landkreis hätten die Eltern sich eine Überquerungshilfe an dieser Stelle gewünscht - ohne Erfolg. Sassenberg ging das Thema dann pragmatisch an. Was würde eigentlich passieren, wenn der Baubetriebshof ein paar passende Schilder herausholen und aufstellen und zudem noch ein paar weiße Striche auf den Straßenboden malen würde? Diese Idee wurde dann nicht weiter erörtert. Aber zwei Streifen würden schon reichen, wie sich herausstellte. Denn Thomas Stübke (Grüne/WIR) erklärte, an Landesstraßen würden gar keine Zebrastreifen angelegt, sondern nur noch Fluten: zwei Striche in einem Abstand von ein bis zwei Metern. Eine Ampel wäre überzogen, war sich Wilhelm Mevert (SPD) mit den Ausschussmitgliedern einig, aber wie wäre es mit einem Tempolimit 30? "Die müssen doch nicht mit 50 durchrauschen." Prima Idee, befand Stübke: "Tempo 30 wird die Sicherheit fraglos erhöhen." Jetzt soll die Verwaltung prüfen, was möglich ist.




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