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Immerhin: Kältekammer steht im Ideenblock des WDR

Aus die Maus: TV-Nager kommt nicht nach Eilsen

Eilsen (thm). Die Maus - also "die" Maus - wird zu der im Rahmen ihres 36. Geburtstages geplanten Sommerreise wohl nicht in die Samtgemeinde Eilsen kommen. Aber: Zumindest eine der Eilser Ideen fand das WDR-Mauseloch wohl "cool": Eine Maussendungüber die Kältekammer wird zumindest noch erwogen.

Schade: Bei ihrer Sommerreise wird die Maus Eilsen nicht besuche

"Eine Kollegin aus dem Haus hat die drei Eilser Ideen an den Westdeutschen Rundfunk weitergereicht", sagt Bernd Schönemann auf Anfrage. Wie der Bürgermeister der Samtgemeinde weiter erläutert, waren die Fernsehleute in Köln spürbar überrascht. "Die sagten, sie wüssten nichts von dem Aufruf des Städte- und Gemeindebundes." Tatsächlich hatte der kommunale Dachverband Ende März dieses Jahres interessierte Städte und Gemeinden aufgefordert, Vorschläge beim WDR einzureichen. Fakt ist auch: Der Städte- und Gemeindebund hatte mit seinem Aufruf auf eine Pressemitteilung des WDR reagiert, in welcher dieser selbst dazu aufgerufen hatte, sich an der neuen, großen Maus-Mitmachaktion zu beteiligen: "Gesucht werden spannende Geheimnisse und interessante Entdeckungen." Wer da mit wem Katz und Maus gespielt hat? Egal. In diesem Fall hat wohl in Umkehrung der Redewendung die Maus einen Berg geboren. Will sagen: Die Fernsehmacher waren am Ende möglicherweise von der Resonanz überrascht, die ihr Aufrufgezeitigt hat. In den Worten Bernd Schönemanns klingt das so: "Die haben mehr als reichlich Material." Insgesamt drei Vorschläge von Eilser Bürgern hatte die Samtgemeindeverwaltung nach Köln übermittelt. Wie berichtet, hatte Dirk Homeier aus Bad Eilsen angeregt, sowohl die Schwefelquelle, aber auch den Eisvogel zu präsentieren, der - Dank der Aue - in der Gemarkung Heeßen brütet. Der Eisvogel ist eine in Deutschland streng geschützte Art. Er wurde früher von Binnenfischern stark verfolgt. Eine weitere Anregung stammte von Frau Müller aus Heeßen. Sie hatte auf die vielen seltenen Bäume im Kurpark hingewiesen, die vorzustellen ebenfalls ein lohnendes Thema für die Sendung gewesen wäre. Weil aber bekanntlich die Katze das Mausen nicht lässt, gelang es Schönemanns Mitarbeiterin immerhin, dem Mausteam den Vorschlag Ingmar Everdings aus Bad Eilsen schmackhaft zu machen. Der hatte angeregt, die Maus könne ja einmal die Kältekammer im DRV-Rehazentrum besuchen, mit welcher der Kurort so etwas wie ein Alleinstellungs-Merkmal besitze. Die Kältekammer dient dem Lindern von Schmerzen. In der Vorkammer herrschen Temperaturen von Minus 44 Grad Celsius, in der Hauptkammer von Minus 110 Grad Celsius. Bis zu vier Stunden nach einem zwei- bis dreiminütigen Aufenthalt in dem "Eisschrank" werden die Schmerzen weniger. In gleicher Weise nimmtdie Leistungsfähigkeit zu. Die Stimmung steigt. Gelenke und Entzündungszellen schwellen ab. Durch einen zwei bis dreimaligen Aufenthalt über den Tag verteilt, können Schmerzmedikamente eingespart werden. Bei wiederholter Behandlung über zwei bis drei Wochen hält dieser Erfolg sogar bis zu vier Monaten an. In der Kältekammer halten Therapeut und Patient über Fenster, Kamera und Gegensprechanlage Kontakt. "Immerhin, die Kältekammer steht jetzt im Ideenblock der Maus-Macher", so Schönemann. Eine konkrete Terminplanung gebe es bislang allerdings noch nicht. Aber: Eine Absichtserklärung ist ja fast schon so viel wert wie eine Zusage. Und dass es sich beim Gefrierraum im Rehazentrum um eine sehens- und damit berichtenswerte Einrichtung handelt - da beißt die Maus keinen Faden ab!



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