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Eigentümerfamilie stimmt Sanierung zu / Buchholz: "Stadt wird unterstützen"

Aus dem Dornröschenschlaf wecken: Entwürfe für Oberen Eisenhammer

Exten (who). Die Chancen stehen gut, dass der Obere Eisenhammer an der Ossenbeeke in absehbarer Zeit aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden kann: Das Gebäude aus dem Jahr 1745, das für den Beginn der Industrialisierung in Schaumburg steht, würde so zusammen mit dem benachbarten Unteren Eisenhammer eine Art Museums-Duo abgeben.

Jürgen Maack von der WGS, der bei der jüngsten Ortsratssitzung das Projekt "Oberer Eisenhammer" erneut ins Gespräch gebracht hatte, betont: "Das Objekt ist von überregionaler Bedeutung und sollte unbedingt für die Nachwelt erhalten bleiben." Nachdem die Eigentümerfamilie der Sanierung inzwischen zugestimmt habe, könnten jetzt Schritte zum Erhalt des Fachwerkgebäudes eingeleitet werden. Vonseiten der Denkmalschutz-Instanzen, der Stadt Rinteln sowie des Leader-Programms sei schon vor längerer Zeit grünes Licht gegeben worden. "Der Heimatverein würde sich natürlich freuen, wenn die Sache auf den Weg gebracht würde. Dann sehe ich viel Arbeit auf uns zukommen", prophezeit der erste Vereinsvorsitzende, Horst Vöge. Hintergrund: Erst in diesem Frühjahr hatte der Heimatverein mit der Herrichtung des Unteren Eisenhammers ein Großprojekt zumAbschluss gebracht. Trotzdem scheint bei Vöge und seinen Bauleuten der Gedanke an eine neue Baustelle bereits gezündet zu haben: "Wenn, dann würden wir in dem Gebäude gerne wieder einen Schwanzhammer installieren, so wie er vor 250 Jahren in Gebrauch war." Dann solle auch wieder ein Wasserrad für den wirklichkeitsgetreuen Antrieb des Hammers installiert werden, denkt Vöge laut voraus. Der Verein habe außerdem schon darüber nachgedacht, mit dem Wasserrad einen Generator anzutreiben, um Strom zu erzeugen. "Wir haben die Idee von dem Mühlenbetreiber in Langenholzhausen aufgegriffen", erklärt Vöge den Plan. "Damit könnte es möglich sein, durch Stromeinspeisung ins Netz Geld für die Unterhaltskosten des Gebäudes zu erwirtschaften." Der Heimatvereinsvorsitzende stellt klar: "Das Objekt würde eine Außenstelle werden, denn der Untere Eisenhammer bliebe die Hauptsache für uns." Denkbar und realisierbar seien seiner Meinung nach aber zwei bis drei öffentliche Vorführungen im Oberen Eisenhammer. Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz bewertet das Projekt positiv. Er hat bereits in Richtung des Extener Heimatvereins signalisiert: "Wenn sich der Verein, der bereits mit der Wiederherstellung des Unteren Eisenhammers Großartiges geleistet hat, das Projekt kräftemäßig zutraut, wird die Stadt Rinteln ihre Unterstützung dazu geben."




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