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Anwohner empört und wütend über "Auto-Cowboys": Tragödie hätte durch Anfüttern verhindert werden können

Augenzeuge: Kuh und Kalb wurden mit Pkw gejagt

Rannenberg (la). Die Tragödie um die Charolais-Kuh, die mit ihrem Kalb wild in der Gemarkung Rannenberg gelebt hat (wir berichteten) und in der Nähe der Autobahn am Mittwochabend aus Verkehrssicherheitsgründen erschossen werden musste, hätte nicht sein müssen. Dieser Überzeugung sind einige Anwohner aus Rannenberg, die die Tiere in den Tagen vor dem Abschuss beobachtet haben.

"Die Kühe wurden nicht, wie mit dem Veterinäramt abgesprochen, angefüttert, sondern wie im wilden Westen gejagt", sagte ein Rannenberger, der namentlich nicht genannt werden möchte. Drei Abende in Folge habe er beobachtet, wie die Tiere von dem Fahrer eines Pkw über das Feld und die Wiesen gejagt wurden. "Dabei saß ein Mann auf dem Dach des Golf. Das Kalb wurde einmal sogar fast überfahren. Das war wie im wilden Westen", so der Rannenberger. Gejagt von dem Auto seien die Tiere am Mittwochabend in Panik geflüchtet, durch den Wald in Richtung Mühlenhof und dann über die Landesstraße in Richtung Escher gelaufen. "Natürlich musste man in der Nähe der Autobahn eingreifen. An der Richtigkeit des Handelns von Polizei und Veterinäramt habe ich keinen Zweifel. Aber es hätte nicht soweit kommen müssen", sagt der Augenzeuge. Die Anwohner aus Rannenberg sind sich einig: Hätte man die Tiere behutsam und mit etwas Geduld angefüttert, dann hätte man die Kuh nicht erschießen müssen. "Immer etwas Heu an der gleichen Stelle, und mit der Zeit wären die Tiere zutraulich geworden. Dann hätte man auf 25 Meter an sie herankommen und mit einem Betäubungsgewehr an der richtigen Stelle treffen können", so der Rannenberger. Die Anwohner sind empört und wütend über das Ereignis und das unverantwortliche Handeln der "Auto-Cowboys". Leserbrief, Seite 35




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