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Auftanken mit der Familie

Bad Münder. Bis nach Mitternacht hat Tjark Bartels in der Nacht zum Montag ausgelassen seinen Sieg gefeiert – umgeben von unzähligen Parteifreunden. Im Rosa-Helfers-Haus knallten in dieser Nacht noch reihenweise die Sektkorken. „Anschließend bin ich müde ins Bett gefallen und habe gut geschlafen“, erzählt der 44-Jährige.

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Gestern Morgen hat er sich dann an seinem neuen Arbeitsplatz umgesehen – Stippvisite im Kreishaus. Auch ein flüchtiger Blick in sein künftiges Büro als Landrat gehörte dazu. Mit dem engsten Führungszirkel der Verwaltung wurden anschließend Termine abgesprochen. Noch in dieser Woche muss Bartels schriftlich die Annahme der Wahl erklären. Am 21. Oktober will er offiziell seinen Dienst antreten.

Gestern Mittag fuhr Bartels zurück in die Wedemark. „Denn noch bin ich ja dort gewählter Bürgermeister.“ Auf dem Weg legte er mittags in Hannover noch einen Zwischenstopp ein. Nicht etwa beim Ministerpräsidenten. Dessen Büro hat ihm schon am Wahlabend gratuliert. Nein, Bartels hielt in einer Autowerkstatt, um die Wahlkampffolien von seinem Wagen abziehen zu lassen, mit denen er in den vergangenen Monaten Werbung in eigener Sache gemacht hatte.

Im Rathaus der Gemeinde Wedemark hat er am Nachmittag damit begonnen, die Amtsgeschäfte an seine Stellvertreterin Konstanze Beckedorf zu übergeben. Die muss nun dort die Wahl seines Nachfolgers organisieren.

Bartels wird derweil seine Koffer packen. Noch nicht für Hameln, sondern zunächst für einen knapp einwöchigen Kurzurlaub auf den Kanaren. Donnerstag fliegt er auf die Insel Gomera, seiner Familie hinterher. „Nach vier Monaten Wahlkampf brauchen wir jetzt alle ein paar gemeinsame Tage, um zur Ruhe zu kommen“, sagt er. „Danach werde ich durchstarten und mich in die Arbeit stürzen.“

Umzugsstress wird Bartels erspart bleiben. Die kleine Wohnung in der Hamelner Innenstadt, die er schon im Wahlkampf bezogen hat, will er behalten. Aber auch das Haus in der Wedemark. „Meine beiden kleinen Kinder gehen in die fünfte und achte Klasse, die will ich nicht aus ihrem Umfeld herausreißen“, sagt Bartels. Er werde deshalb pendeln – „und wenn es mal spät wird, dann bleibe ich in Hameln“.

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