weather-image
27°
Werkzeugpflege und Flächenplanung

Auftakt im Garten – Tipps von A bis Z (Teil 1)

Das Gartenjahr beginnt mit vielen guten Vorsätzen, dem Vorziehen bestimmter Pflanzen und mit (Vor)arbeiten in der Gartenhütte.Wichtig ist, die anstehenden Schneidarbeiten in Betracht zu ziehen und die Klingen flottzumachen. Gartenarbeit auf Messers Schneide. Ein Plan fürs Gartenjahr – Teil 1: Von A bis K

270_0900_34005_ga104_2402_AnzuchtIMG_7402.jpg

Autor:

Jean LeGrand

A– Anzucht und Aussaat.

Auf der Fensterbank beginnt der Sommer. Manche Gemüse und einjährige Sommerblumen werden im Minigewächshaus gesät, wachsen in den nächsten Wochen zu kleinen Zöglingen heran, die dann wiederum vereinzelt und umgesetzt werden. Es gibt aber ebenso Samen, die schon im März an Ort und Stelle draußen ausgebracht werden können.

B– Bodenanalyse.

270_0900_34006_ga106_2402_Lebensbaum_Hecke_Befall2.jpg
270_0900_34007_ga107_2402_HUS_1_Komposto.jpg
270_0900_34008_ga103_2402_Brennnessel2.jpg

Lavendel benötigt unbedingt kalkhaltigen Boden. Es ist nur ein Beispiel für die vollkommen unterschiedlichen Ansprüche an die Bodenqualität. Und auch die Krümeligkeit ist wichtig. Wo die Erde zu schwer ist und zu Staunässe neigt, sollte Sand oder Kies eingearbeitet werden. Dadurch wird das Substrat durchlässiger.

C – Calcium = Kalk.

Dient dem Aufbau der Zellwände in den Pflanzen, stabilisiert die Membranen der Zellen, fördert wichtige Stoffwechselprozesse. Saure Böden werden durch Kalk enorm verbessert – dies kann zum Beispiel unter Tannen der Fall sein, wo der Boden mit den Jahren durch herabfallende Nadeln saurer wird. Es gibt zudem viele Pflanzen, die Kalk zum guten Wachstum benötigen, zum Beispiel Lavendel (siehe B wie Bodenanalyse).

D – Dünger. Es ist wichtig, dem Boden Nährstoffe zurückzugeben. Zu den organischen Düngern zählen Kompost (Bild, siehe auch K wie Kompost), Mist oder Rindenhumus. Mineralische Dünger gibt es im Handel; die Zusammensetzung basiert auf Kalium, Phosphat und Kalkstickstoff. Welcher Dünger für welchen Boden verwendet werden muss, kommt auf viele Faktoren an, auch darauf, welche Pflanzen wo wachsen sollen. Eine Startdüngung im Frühling hilft vielen Pflanzen, kräftig durchzutreiben. Aber Achtung: Viel hilft nicht viel. Eine Überdüngung schadet.

E- Elektroinstallation.

Auch sie gehört zum Garten, denn Licht schafft Stimmungen und setzt verschiedene Pflanzen und Bereiche positiv in Szene. Es dient außerdem der Sicherheit auf Wegen und rund ums Haus. Wo Nachholbedarf ist, lohnt sich jetzt die Installation durch ein Fachunternehmen.

F– Faul sein.

Im Frühling wird im Garten aufgeräumt, um dem Neuaustrieb Platz zu machen. Das bedeutet nicht, ihn klinisch totzupflegen. Hier und dort dem wilden Element Raum zu geben, tut dem Garten gut. Brennnesseln zum Beispiel sind Wirtspflanzen verschiedener Schmetterlingsraupen. Wer sie rodet, läuft Gefahr, Falterpopulationen zu zerstören.

G– Gewächshaus.

Eine der wichtigsten Aufgaben besteht darin, das Gewächshaus in Ordnung zu bringen, denn dort ziehen die vor Frost noch zu schützenden Zöglinge am ehesten ein. Zudem kann dort auch das Gemüse vorbereitet werden. Entscheidend sind saubere Fenster, damit die Sonnenstrahlen und damit die Wärme bestmöglich „aufgefangen“ werden. Zu überprüfen sind auch Scharniere, Fenster und Tür – an heißen Sommertragen müssen sie funktionieren, um für Belüftung sorgen zu können.

H – Hausbaum.

Auch jetzt ist Pflanzzeit für Gehölze – und für einen Hausbaum erst recht! Er gibt dem Grundstück Halt. Gehölze sind das Grundgerüst des Gartens. Der Hausbaum sollte nicht zu groß, aber auch nicht zu klein sein. Ein Apfel- oder Birnenbaum, auch ein Kirschbaum gehören zu den markantesten Arten. Im Frühling erfüllt ihr Blütenduft die Umgebung, im Sommer spenden sie Schatten, im Herbst ist Erntezeit.

I – Immergrüne.

Sie legen auch in den dunklen Monaten keine vollständige Ruhepause ein. Umso wichtiger ist es, ihnen im zu Ende gehenden Winter mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Eibe, Fichte (Baum des Jahres 2017), Thuja, Kirschlorbeer – sie alle widerstehen Frösten weniger gut als Laub abwerfende Gehölze. Gut möglich, dass man sie an trockenen Wintertagen sogar gießen muss oder dass sie jetzt nach einer Düngung verlangen. Auf Schäden und Schädlinge achten!

J– Jäten.

Steht hier für Bodenlockern. Denn Unkraut gibt es jetzt womöglich noch nicht so erheblich viel; dafür aber sollten Gartenbesitzer, die die guten Eigenschaften des Bodens fördern möchten, mit Hacke und Harke zumindest in Stauden- und Gemüsebeeten altes Kraut entfernen und die Krume lockern, um den Austausch von Wasser und Sauerstoff zu verbessern.

K – Kompost.

Zehn Monate braucht ein Kompost, um „reif“ zu werden. Mit eigenem Kompost wird die Erde in Staudenbeeten und unter Gehölzen erheblich verbessert. Es reicht bereits aus, ihn zu verteilen und nur leicht einzuarbeiten. Über Wochen wird er seine wichtigen Nährstoffe an die austreibenden Pflanzen abgeben. Eine starke Startrampe für viele Blumen und Büsche.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare