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Büromöbelhersteller präsentiert hervorragende Zahlen / Rückkehr zur Vollbeschäftigung?

Aufschwung: Wilkhahn hakt die Krise ab

Eimbeckhausen (jhr). So klar ist es bislang von keinem heimischen Unternehmen formuliert worden: Das Thema Krise ist bei Wilkhahn „abgehakt“. Der Auftragseingang ist nach Unternehmensangaben im ersten Quartal des Jahres im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 25 Prozent angestiegen.


Früher als andere mündersche Unternehmen registrierte Wilkhahn im Sommer 2008 die ersten Anzeichen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise – der mit einem Exportanteil von 75 Prozent relativ hohe internationale Geschäftsanteil des Büromöbelherstellers hatte in der spanischen Immobilienkrise den ersten Warnschuss erhalten, Ende des Jahres stand für Kommunikationschef Burkhard Remmers fest: „Es hat uns international stark erwischt“. Die Folge im Unternehmen: Kurzarbeit.

Für die jetzt auch mit Zahlen belegbare „firmeneigene Sonderkonjunktur“ haben die Wilkhahn-Verantwortlichen gleich mehrere Momente ausgemacht: die neu ausgerichtete internationale Marktbearbeitung, Investitionen in die technische Ausstattung und das im vergangenen Sommer neu eingeführte Bürostuhlprogramm. Eng verbunden mit den Erfolgen im Vertriebsbereich ist der Name Peter Röhrigs, der seit Herbst 2009 als internationaler Vertriebschef verantwortlich zeichnet. Zuvor war er bei Wilkhahn mit dem Aufbau der Tochtergesellschaft in den USA betraut.

In der vergangenen Woche habe das Unternehmen große Aufträge gewinnen können, von der Zentrale einer deutschen Großbank in Hongkong über die CIMB Bank in Malaysia bis hin zu amerikanischen Banken ist Wilkhahn präsent. Im deutschen Markt verzeichnen die Eimbeckhäuser mit einem Plus von 37 Prozent „ganz hervorragende“ Auftragseingänge, heißt es. Direkt in Verbindung gebracht wird die positive Entwicklung mit dem neuen Bürostuhlprogramm „ON“, dessen Anteil am Auftragsvolumen bereits bei 20 Prozent liege. „Wir haben hier einen Vorsprung von drei bis vier Jahren, bevor die Wettbewerber gleichziehen werden“, erwartet Wilkhahn-Chef Dr. Jochen Hahne. Nach der Geschäftsentwicklung der letzten Monate ist er überzeugt, dass es gegen den Brachentrend weiter bergauf gehen werde. Auch wenn in Teilbereich noch kurzgearbeitet werde, bis die deutlich verbesserte Auftragslage eine Rückkehr zur Vollbeschäftigung ermögliche, sei das Thema Krise abgehakt, sagt er. Wilkhahn denke nicht daran, den „Fuß vom Gas zu nehmen“: Wer jetzt bereits wachse, sei umso besser aufgestellt, wenn auch der „Rückenwind einer allgemeinen Konjunkturbelebung“ dazu komme.



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