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Gemeinderücklage liegt bei 1,9 Millionen Euro / Neue Sitzbänke

Auf jeden Buchholzer entfallen im Schnitt 2506,92 Euro

Buchholz (sig). Den Einwohnern der Gemeinde Buchholz geht es gut: Auf jeden von ihnen entfallen 2506,92 Euro in der Gemeinderücklage. Davon können die meisten niedersächsischen Orte nur träumen. In vielen Fällen steht dort ein Minuszeichen vor einer drei- oder vierstelligen Zahl. Nun gut, die Buchholzer finden diesen stolzen Betrag nicht auf ihrem eigenen Konten - und dennoch lohnt es sich für sie, in diesem Dorf zu leben: Eine Gemeindekasse ohne Schulden beschert dem Gemeinderat größere finanzielle Handlungsfreiheit.

Am Buchenring könnte eine neue Bank stehen. Foto: sig

Er kann die Gemeindesteuern niedrig halten und den Bürgern so manchen Wunsch erfüllen - zumindest bei der Verbesserung der Infrastruktur. Die Hebesätze der Grundsteuern A und B sowie der Gewerbesteuer liegen deutlich unter dem Kreis- und Landesdurchschnitt. Das soll auch so bleiben. "Wir haben die Rücklagen in den vergangenen beiden Jahren durcherhöhte Einnahmen aus der Gewerbesteuer fast verdoppelt", berichtete Bürgermeister Hartmut Krause in der letzten Sitzung des Gemeinderates. Am 31. Dezember des Vorjahres betrugen sie über 1,9 Millionen Euro. Dennoch hat die gut gefüllte Kasse die Gemeindeväter nicht zur leichtsinnigen Ausgaben verführt. "Wir werden auch künftig sparsam haushalten, aber das tun, was wir im Interesse unserer Bürger für richtig und wichtig ansehen", versprach das Gemeindeoberhaupt, und beide Seiten des Rates ziehen bei dieser Denkweise voll mit. Auch das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises hatte bei der Prüfung der Gemeindefinanzen für die Jahre 2005 und 2006 keine Beanstandungen zu machen. So war es kein Wunder, dass Bürgermeister Hartmut Krause einstimmig entlastet wurde. Einige kleinere Aufwendungen sind zwischenzeitlich noch vorgenommen worden. So wurde in der Arensburger Straße die Abdeckung eines Regenwasserschachtes für rund 1000 Euro erneuert. Außerdem sollen einige Mängel abgestellt werden, die bei der Kontrolle der Spielplätze festgestellt wurden. Ein Seil der Seilbahn wurde bereits ersetzt. Der mittlere Waldweg, der beim Schützenhaus beginnt, soll wieder hergerichtet werden. Die Renovierung des Sitzungsraumes im Dorfgemeinschaftshaus ist abgeschlossen. Sie kostete rund 2000 Euro. Annähernd 3000 Euro will die Gemeinde aufwenden für die Beschaffung neuer Sitzbänke in der Buchholzer Gemarkung. Im Rat wurde längere Zeit über die richtige Auswahl diskutiert. Nach Möglichkeit sollen die neuen Sitzgelegenheiten stabil, haltbar und zugleich kostengünstig sein. Dass Holz optischansprechender ist als Kunststoff, bezweifelte niemand, aber bei viel Nässe saugt sich das Holz schnell voll, und dann macht das Sitzen nicht so viel Spaß. Darum sollen Kostenvoranschläge für Kunststoffbänke eingeholt werden. Solche neuen Sitzgelegenheiten, für die eine zehnjährige Garantie gewährt wird, soll es künftig an der Bouleanlage, auf dem Spielplatz, beim früheren Eisenhammer, beim Gerätehaus der Ortswehr und am Waldrand geben.

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