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Kirchenvorstandswahl am 18. März: Gemeinden suchen teilweise noch Kandidaten / Frist bis 30. Januar

Auf einigen Bewerberlisten ist noch Platz

Bad Münder (lil). Das Gemeindeleben mitbestimmen und mitgestalten – das sind im Kern die Aufgaben des Kirchenvorstands. Je nach Größe der Gemeinde variiert die Anzahl der Kirchenvorsteher. Dass das Amt Zeit und Engagement bedarf, schreckt viele ab, bei der Wahl am 18. März zu kandidieren. Wer sich aufstellen lassen will, kann sich noch bis zum 30. Januar beim Kirchenvorstand oder Pastor melden. Wie sieht es in Bad Münders Gemeinden aus? Haben die Kirchenvorstände die benötigte Anzahl der Kandidaten zusammen?

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„Ich hätte gern noch zwei dazu“, sagt Ralf Flügge-Krantz, Vorsitzender des Kirchenvorstands Hachmühlen. „Wir können mit dieser Besetzung weiterarbeiten, es wäre aber schön, breiter aufgestellt zu sein.“ Er gehört dem Gremium seit 17 Jahren an. „Ich habe mit Pastorin Frauke Kesper-Weinrich Familiengottesdienste gestaltet und den Konfirmandenunterricht ab der vierten Klasse eingeführt. Andere haben die Stiftungsgründung angeschoben“, erzählt Flügge-Krantz. „Man sieht, dass seine Ideen umgesetzt werden.“

Ursula Buschhorn, Vorsitzende des Kirchenvorstands Beber-Rohrsen-Schmarrie, geht es ähnlich: Sie sucht nach Kandidaten. „Wer Interesse hat, kann uns oder die Pastorin ansprechen.“ Pastorin Nathalie Otte ergänzt: „Bei 694 Gemeindegliedern brauchen wir fünf Kandidaten, um eine Wahl zustande zu bekommen. Das ist tatsächlich ein Problem.“ Die Arbeit sei mehr geworden, da es immer mehr Kürzungen in den Gemeinden gebe, so Buschhorn. „Man hat viel um die Ohren, aber die Kirchenvorsteher bringen sich in dem Bereich ein, in dem ihre Qualitäten liegen“, sagt die Vorsitzende. Ein bisschen Zeit und Interesse an seiner Gemeinde sollte ein potenzieller Kirchenvorsteher mitbringen.

„Wir haben elf Kandidaten – genau die Zahl, die wir brauchen, um sieben ins Amt zu wählen“, berichtet Margret Luther, Vorsitzende des Kirchenvorstands Bad Münder, erfreut. „Jetzt kommen die nächsten Schritte. Am 31. Januar müssen wir uns mit unserer Liste in Hameln melden.“

Die Kirchengemeinde Bakede-Böbber-Egestorf-Hamelspringe ist in zwei Wahlbezirke aufgeteilt: „In Bakede haben wir vier Kandidaten, davon werden drei Kirchenvorsteher, einer ist Ersatz“, erklärt Pastorin Otte. „Ersatz können wir gebrauchen“, so Herbert Loch, stellvertretender Vorsitzender in Bakede. „Letztes Mal sind drei ausgefallen.“ Otte: „Im Wahlbezirk Böbber-Egestorf-Hamelspringe haben wir vier Kandidaten, zwei werden gewählt, zwei werden Ersatz.“

„In einem Ort wie Nettelrede hat man seine Kandidaten komplett“, gibt Vorsitzender Wilfried Wehrhahn mit einem Augenzwinkern zu Protokoll. Sieben stehen auf der Liste, fünf kommen in den Vorstand. Er selbst steht nicht mehr zur Wahl – nach 42 Jahren legt er sein Amt nieder. „Ich hab es immer gern gemacht, aber das ist jetzt lang genug.“ Einen Rat für seinen Nachfolger hat Wehrhahn noch: „Das Wichtigste ist, die Sitzungen immer gut vorzubereiten.“

„Wir sind relativ komfortabel aufgestellt“, sagt Jürgen Brockmann vom Kirchenvorstand Flegessen. Heißt: Von acht Kandidaten werden vier gewählt, zwei beruft der Kirchenvorstand aus der Gemeinde. Was ihn besonders freut: „Es sind Jüngere dabei.“ Dass sich in Flegessen genügend Bewerber gefunden haben, könnte mit der Pastorenvakanz zu tun haben. „Vielleicht meint man, man müsste etwas mit anschieben“, vermutet Brockmann.

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